TECHNOLOGISCHE KARTE
Кровельные работы

Technologische Karte: Herstellung einer Dacheindeckung aus Profilstahlblech

Diese professionelle technologische Karte regelt die Montageprozesse von Dächern aus Profilblech für Objekte mit einer Dachneigung von 15° bis 30°. Das Dokument enthält umfassende Anforderungen an Materialien, Ausführung der Lattung, Verlegetechnologie, Qualitätskontrolle und Arbeitssicherheit, angepasst an internationale Standards.
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Materialien

  • Profilstahlbleche (Dicke 0,5-0,9 mm, Gewicht 5-13 kg/m², Typen H/HC/C)
  • Imprägniertes Nadelholz (Lattung 40x100 mm, Konterlattung 50x50 mm)
  • Diffusionsoffene Unterspannbahn als Rollenware
  • Dachbohrschrauben mit EPDM-Dichtscheibe (4,8x28 mm, 4,8x35 mm) in Dachfarbe
  • Kurze Bohrschrauben (4,5x19 mm) zur Befestigung der Längsüberlappungen
  • Formteile aus Feinblech (First-, Ortgang-, Trauf- und Kehlbleche)
  • Profilierte Polyurethanschaum-Dichtungen für First und Traufe
  • Ausbesserungslack als Spray in der Farbe der Polymerbeschichtung

Ausrüstung

  • Elektrische Handkreissägen mit Hartmetallsägeblättern für das Kaltschneiden von Metall
  • Elektrische Knabberscheren (Schlitzscheren) für Metall
  • Akkuschrauber mit Drehmomenteinstellung und magnetischen Bithaltern
  • Universelle klappbare Aluminium-Richtlatten (3 m) und Wasserwaagen
  • Laser- oder Schnurlot zur Ausrichtung der Trauflinie
  • Handblechscheren (rechts/links) zum Zuschneiden von Ecken
  • Schonhämmer mit Kopf aus Hartgummi oder Polyurethan
  • Persönliche Absturzsicherungsausrüstung (Auffanggurte, Sicherungsseile mit mindestens 15 mm Dicke)
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1. Anwendungsbereich und technische Materialeigenschaften

Diese Technologie wird bei der Herstellung von Dacheindeckungen für öffentliche, industrielle und private Gebäude mit einer Dachneigung von 15° bis 30° angewendet. Als Haupteindeckung werden Profilbleche aus feuerverzinktem Stahl (mit oder ohne polymere Schutzbeschichtung) mit einer Dicke von 0,5 bis 0,9 mm verwendet. Diese Konstruktion zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht (4,5 bis 13,0 kg/m²), hohe Witterungsbeständigkeit und die Fähigkeit aus, Betriebstemperaturen im Bereich von -50 °C bis +120 °C standzuhalten, was eine rechnerische Lebensdauer von mindestens 30 Jahren gewährleistet.

Je nach Verwendungszweck und Tragfähigkeit werden die Bleche in folgende Typen unterteilt: H (für tragende Dacheindeckungen mit maximaler Steifigkeit), HC (kombiniert für Dächer und Wandverkleidungen) und C (für Wände). Die Länge der Bleche der Typen H und HC variiert von 3 bis 12 m in Schritten von 250 mm. Basierend auf dem Ausgangsmaterial werden Bleche mit Aluzink-Beschichtung, aluminisiertem Walzstahl oder elektrolytischer Verzinkung verwendet. Die Standardmasse der beidseitigen Zinkbeschichtung wird bei einer Stahldichte von 7,85 g/cm³ mit etwa 414 g/m² angenommen.

Die Dacheindeckung umfasst zwingend einen Satz an Formteilen (Kantteilen): Firstbleche (halbrund und flach), Ortgang- und Traufbleche, Kehlbleche (für Innenecken), Außenecken und Schneefangsysteme. Die Verwendung durchgehender, langer Bleche, die die Dachfläche von der Traufe bis zum First abdecken, reduziert die Anzahl der Querfugen erheblich, was die wasserabweisenden Eigenschaften des Daches verbessert und den Montageaufwand im Vergleich zu kleinformatigen Dachziegeln verringert.

Abb. 1 — Querschnittsprofil und geometrische Parameter eines strukturellen Profilstahlblechs
Abb. 1 — Querschnittsprofil und geometrische Parameter eines strukturellen Profilstahlblechs
Nr.Element
1Untere horizontale Flansche der Rand-Halbwelle, die eine flache Auflagefläche für Stützen bietet.
2Obere horizontale Flansche der Hauptwellenprofile, die als oberer Kamm der Eindeckung dienen.
3Geneigter Steg der Hauptwelle, der die oberen und unteren Flansche verbindet und Schubfestigkeit bietet.
4Untere horizontale Flansche (Wellental) der Hauptwelle, die als untere Rinne des Profils dient.
5Zentrale Versteifungssicke oder Rippe im oberen oder unteren Flansch, die zur Erhöhung der lokalen Beulfestigkeit der flachen Blechelemente dient.
6Geneigter Steg der Rand-Halbwelle, der die äußere Begrenzung des Profilblechs bildet.
7Obere Kantenversteifungslippe der Halbwelle, die der freien Kante des Stahlblechs Steifigkeit verleiht.
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2. Herstellung des Traggrundes und des Abdichtungs- und Dampfsperrsystems

Die Zuverlässigkeit eines Metalldaches hängt entscheidend von der richtigen Vorbereitung des Untergrunds ab. Die Traglattung für Profilbleche besteht aus imprägniertem Nadelholz (optimaler Brettquerschnitt 40x100 mm), das mit einem Achsabstand von 300 mm verlegt wird. Das Traufbrett, das die Hauptlast des Blechüberstands und des Dachentwässerungssystems aufnimmt, muss 10 bis 15 mm dicker sein als die regulären Elemente der Lattung. Querschnitt und Abstand der Lattung können auf Grundlage statischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Schnee- und Windlasten der jeweiligen Klimaregion angepasst werden.

Um die Bildung von Kondenswasser auf der Innenseite der Metallbleche zu verhindern, ist die Schaffung eines Hinterlüftungsspalts und die Montage einer diffusionsoffenen Unterspannbahn zwingend erforderlich. Das rollenförmige Isoliermaterial wird mit einer Überlappung von 100 bis 150 mm in Richtung von der Traufe zum First direkt auf die Sparren verlegt. Das Material muss in der Lage sein, Feuchtigkeit von der Wärmedämmschicht des Gebäudes aufzunehmen und den Kontakt mit dem Metall zu verhindern.

Die Bildung des Lüftungsspalts erfolgt durch die Montage der Konterlattung. Auf die verlegte Abdichtung werden entlang der Sparren Kanthölzer mit einem Querschnitt von 50x50 mm genagelt, an denen später die Querlattung befestigt wird. Dies gewährleistet einen minimalen Luftspalt von 50 mm, der für die ungehinderte Zirkulation der kalten Luft von der Traufe zum Firstlüfter erforderlich ist. Im Firstbereich darf die Abdichtungsfolie nicht vollständig geschlossen werden – es wird ein Entlüftungsspalt für den Austritt feuchter Luft belassen.

Abb. 1 — Querschnittsprofil und detaillierte Abmessungen eines Profilstahlblechs
Abb. 2 — Querschnittsprofil und detaillierte Abmessungen eines Profilstahlblechs
Nr.Element
1Neutrale Achse/Bezugslinie zur Angabe der horizontalen Ebene für die vertikale Bemaßung des Profils.
2Detail A: Vergrößerter Ansichtsbereich mit Details zur linken Kante und zur ersten vollen Welle einschließlich einer Versteifungsrippe.
3Detail V (im Original Г): Vergrößerter Ansichtsbereich der Versteifungssicke im oberen Flansch zur Erhöhung der Längssteifigkeit der Platte.
4Material des Profilblechs, mit Angabe der Stahldicke (gekennzeichnet durch 't' und Pfeile, die auf die obere, untere und Stegfläche zeigen).
5Detail B (im Original Б): Vergrößerter Ansichtsbereich des rechten überlappenden Kantenprofils.
6Vergrößertes Detail B: Zeigt die Abmessungen des unteren Flansches (50 mm breit), Details der Stegversteifung (8,7 mm, 8 mm Tiefe) und spezifische Biegeradien (R4 max) zur strukturellen Versteifung.
7Vergrößertes Detail V (Г): Zeigt die Abmessungen der oberen Versteifungssicke (18 mm Breite, 7 mm Tiefe) mit Biegeradien von max. R4 zur Erhöhung der Beulfestigkeit.
  1. Montage der diffusionsoffenen Unterspannbahn auf die Sparren mit einer Überlappung von 100 bis 150 mm (von der Traufe zum First).
  2. Befestigung der Konterlattung mit einem Querschnitt von 50x50 mm entlang der Sparren über der Bahn zur Schaffung der Hinterlüftungsebene.
  3. Montage eines verstärkten Traufbretts (+15 mm Dicke im Vergleich zur Standardlattung).
  4. Montage der regulären Lattung aus Brettern 40x100 mm mit einem Achsabstand von 300 mm senkrecht zu den Sparren.
  5. Befestigung zusätzlicher Doppelbretter im Firstbereich zur sicheren Fixierung der Firstbleche.
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3. Vorbereitende Arbeiten und Vorschriften zur Materiallagerung

Vor Beginn der Eindeckung ist eine obligatorische geodätische Kontrolle der Dachflächengeometrie durchzuführen. Es werden Kontrollmessungen des Sparrensystems mit Überprüfung der Ebenheit und Rechtwinkligkeit der Dachflächen im Verhältnis zu den Trauf- und Firstlinien durchgeführt. Schiefstellungen sind unzulässig, da dies zu einer stufenförmigen Verschiebung der Bleche an der Traufe und der Unmöglichkeit einer dichten Verbindung der Verriegelungen führen würde. Bei der Berechnung der Verlegung wird eine strenge Toleranz berücksichtigt: Die Kante des Profilblechs muss genau 40 mm über die Trauflinie hinausragen; eine Überschreitung dieses Wertes führt zu einer Verformung des Metalls unter Wind- und Schneelasten.

Die Lagerung von Profilmetall auf der Baustelle erfordert die Einhaltung strenger Regeln, um Verformungen und Korrosion zu vermeiden. Die Bleche in der Werksverpackung werden auf einem ebenen Untergrund auf Holzbalken mit einer Dicke von mindestens 20 cm platziert, die in einem Abstand von bis zu 0,5 m verlegt sind. Die maximal zulässige Stapelhöhe beträgt 1 Meter. Falls sich die Montage um mehr als einen Monat verzögert, muss die Werksverpackung geöffnet und die Bleche mit Holzleisten getrennt werden, um eine Belüftung zu gewährleisten und den "Weißrost"-Effekt zu verhindern.

Falls die Bleche direkt vor Ort zugeschnitten werden müssen, ist die Verwendung von Hochtemperatur-Schleifwerkzeugen strengstens untersagt. Das Schneiden erfolgt ausschließlich mit Metallsägen, manuellen Schlitz-/Knabberscheren oder elektrischen Kreissägen mit hartmetallbestückten Sägeblättern. Nach dem Schneiden müssen alle gesägten Kanten, Stellen mit Absplitterungen und versehentliche Beschädigungen der Polymerbeschichtung sofort mit einer weichen Bürste von Metallspänen gereinigt und mit einer speziellen Reparaturschicht (Lack) behandelt werden, um Kantenkorrosion zu verhindern.

Abb. 1 — Standard-Metalldachkomponenten und Kantteilprofile mit Hauptabmessungen
Abb. 3 — Standard-Metalldachkomponenten und Kantteilprofile mit Hauptabmessungen
Nr.Element
1Oberer horizontaler Flansch eines Stufenblechs, 130 mm breit, für den Wandanschluss oder zur Überlappung.
2Geneigte Hauptfläche des Stufenblechs, 130 mm breit, die die primäre Wasserablauffläche bildet.
3Halbzylindrischer Firstkappenabschnitt, 330 mm lang, zur Abdeckung von Dachspitzen und Fugen.
4Unterer Befestigungsflansch der Firstkappe, der zur Befestigung an der Dachkonstruktion nach außen ragt.
5Gewölbter oberer Abschnitt eines speziellen Lüfters oder Endkappenteils, der einen wetterfesten Abschluss bietet.
6Vertikaler Basisabschnitt des Lüfters oder Endkappenformteils zur Integration in angrenzende Materialien.
7Gebogene obere Flächen eines komplexen Kreuzungsblechs, wahrscheinlich für eine multidirektionale Fuge.
8Unterer gebogener Abschnitt des Kreuzungsblechs, der an spezifische Dachziegel- oder Paneelprofile angepasst ist.
9Gerolltes Kantendetail am Formteil, das Steifigkeit verleiht und kapillare Wasseraufnahme verhindert.
10Obere horizontale Trittstufe eines gestuften Blechprofils, 115 mm tief, typisch für Wandanschlüsse.
11Vertikale Setzstufe des gestuften Blechprofils, 115 mm hoch, zum Ausgleich von Höhenunterschieden.
12Obere geneigte Ebene eines Winkelblechs, 127 mm breit, zur Wasserableitung von einer vertikalen Fläche.
13Vertikaler, nach unten gerichteter Schenkel des Winkelblechs, 60 mm hoch, als Tropfkante oder Blendenabdeckung.
14Äußere Schicht eines Rollenmaterials oder einer Membran, bereit zum Ausrollen und Verlegen.
15Innerer Kern oder Pappröhre des Rollenmaterials zur strukturellen Unterstützung bei Lagerung und Handhabung.
16Ausgerollter Teil des Membranmaterials, der die flache Verlegefläche zeigt.
17Linke geneigte Fläche einer V-förmigen First- oder Kehlblechabdeckung, 145 mm breit.
18Rechte geneigte Fläche der V-förmigen Abdeckung, 145 mm breit, vervollständigt das symmetrische Profil für Fugen.
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4. Montagetechnologie der Dacheindeckung

Die Verlegung der Bleche kann sowohl vom rechten als auch vom linken Giebel des Gebäudes aus erfolgen. Bei der Montage von Satteldächern beginnen die Arbeiten an den Giebeln, bei Zeltdächern vom höchsten Punkt der Dachfläche nach beiden Seiten. Bei einer Verlegung von links nach rechts wird jedes folgende Blech unter die letzte Welle des vorherigen geschoben; bei einer Verlegung von rechts nach links wird es von oben aufgelegt. Eine wichtige Bedingung ist die Überdeckung der Kapillarrille des vorherigen Blechs, um das kapillare Ansaugen von Feuchtigkeit in den Längsstoß zu verhindern. Bei einer Dachlänge von mehr als 7,5 m werden die Bleche in der Länge mit einer obligatorischen Überlappung von mindestens 200 mm gestoßen.

Der Positionierungsprozess erfordert eine vorübergehende Fixierung vor der endgültigen Befestigung. Das erste Blech wird am Giebel und an der Traufe (Überstand 40 mm) ausgerichtet und mit einer Bohrschraube am First befestigt. Das zweite Blech wird unter Beachtung des Längsstoßes verlegt, an der Unterkante mit dem ersten Blech ausgerichtet und mit diesem überlappend durch eine Bohrschraube am Wellenberg unter der ersten Querfalte verbunden. Auf diese Weise wird ein Block von 3 bis 4 Blechen zusammengesetzt. Erst nach genauer Ausrichtung des gesamten Traufüberstands dieses Blocks mittels einer gespannten Schnur erfolgt die endgültige Befestigung an der Holzlattung.

Die Befestigung an der Lattung erfolgt mit speziellen Dachbohrschrauben (Abmessungen 4,8x28 mm oder 4,8x35 mm) mit lackiertem Achtkantkopf und EPDM-Dichtscheibe. Die Schrauben werden streng senkrecht zur Dachfläche in das Wellental des Profils eingeschraubt, das am Lattenbrett anliegt. Der Normverbrauch an Befestigungsmitteln beträgt 6 bis 7 Stück pro Quadratmeter Eindeckung. An den Längsüberlappungen werden die Bleche zusätzlich mit kurzen Bohrschrauben (4,5x19 mm) im Abstand von jeder zweiten Querwelle zusammengezogen.

In der Endphase werden die First- und Ortgangbleche montiert. Zwischen dem Firstblech und dem Profilblech wird ein spezielles Dichtprofil verlegt, das der Form der Sicke entspricht. Das Firstblech wird mit langen Bohrschrauben in den Kamm jeder zweiten Welle in einem Abstand von 200 bis 300 mm befestigt. Ortgangbleche werden überlappend montiert und am Stirnbrett sowie am Wellenberg des äußersten Profilblechs befestigt.

Abb. 1 — Sortiment an Dachzubehör und Kantteilen für Profilblechdächer
Abb. 4 — Sortiment an Dachzubehör und Kantteilen für Profilblechdächer
Nr.Element
1Halbzylindrischer Firstkappenabschnitt mit einer Überlappung von 30 mm zur Abdichtung des Scheitelpunkts eines Steildachs.
2Dachlüftungsrohr-Baugruppe, integriert in eine gewellte Grundplatte zur nahtlosen Montage auf einem passenden Dachprofil.
3Z-Profil-Metallblech, mit den Abmessungen 30 mm (oberer Flansch) und 50 mm (vertikaler Steg), verwendet als Kantenschutz oder Übergang.
4Profilblechabschnitt mit vorgeformter konischer Durchdringungsmanschette für Rohr- oder Mastdurchführungen.
5Kehlblech oder breites Übergangsprofil mit zentraler Riffelung, detaillierte Abmessungen 60 mm, 90 mm und 15 mm Kantenumschläge.
6Komplexes Kantenblechprofil mit mehreren Biegungen, Spezifikationen: 15 mm Kante, Maß 'A', 100°-Winkel und 50 mm Segmente, dient als spezieller Abschluss oder Tropfkante.
7L-förmiges Metallblech oder Attikaabdeckung mit gleichen 145-mm-Schenkeln, mit gefalzten Kanten für Steifigkeit und Wetterfestigkeit.
8Profilfüller oder Dichtblöcke, die an das Wellenmuster angepasst sind und verwendet werden, um die Enden der Dachplatten gegen Witterung und Schädlinge abzudichten.
  1. Montage des Traufblechs und der Dachentwässerungselemente vor Beginn der Blechverlegung.
  2. Verlegung des ersten Blechs: Ausrichtung an der Traufe (40 mm Überstand), Fixierung mit einer Schraube im Firstbereich.
  3. Montage der nächsten 2 bis 3 Bleche, Verbindung untereinander am Längsstoß im Wellenberg (ohne feste Fixierung an der Lattung).
  4. Ausrichtung des montierten Blocks entlang der Trauflinie und endgültige Befestigung an der Lattung im Wellental (6-7 Bohrschrauben pro m²).
  5. Verschraubung der Längsstöße mit kurzen Bohrschrauben für eine dichte Verbindung.
  6. Montage der Firstbleche über dem Dichtprofil mit Fixierung in der oberen Sicke.
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5. Qualitätskontrolle und Abnahmekriterien

Das Qualitätskontrollsystem für Dacharbeiten umfasst drei Phasen: Eingangskontrolle der Materialien, operative Kontrolle während des Montageprozesses und Abnahmekontrolle der fertigen Dacheindeckung. In der Phase der operativen Kontrolle wird die Ebenheit der Dachflächen und die Geometrie der Lattung mit 3-Meter-Richtlatten überprüft. Abweichungen der Ebene des Holzuntergrunds dürfen die festgelegten Toleranzen nicht überschreiten, um Restverformungen des Metallprofils zu vermeiden. Alle Phasen der verdeckten Arbeiten (Holzschutz, Verlegung der Dampfsperre, Wärmedämmung und Montage der diffusionsoffenen Unterspannbahn) sind vor Beginn der Verlegung der Profilbleche zu dokumentieren.

Die visuelle und instrumentelle Abnahmekontrolle des fertigen Daches wird mit besonderem Augenmerk auf die Anschlüsse durchgeführt. Die Profilbleche und Formteile müssen ohne Verzug, Spiel und sichtbare Spalten dicht am Untergrund anliegen. Das Maß des Traufüberstands muss über die gesamte Fassadenlänge exakt gleich sein. Auf der Oberfläche der Bleche sind keine Dellen, Kratzer bis aufs Metall oder Profilbrüche zulässig. Die Längs- und Querüberlappungen werden mit einem Maßband auf Übereinstimmung mit den Mindestwerten geprüft (200 mm für den Querstoß).

Die technisch-wirtschaftlichen Kennzahlen bei der Verlegung von Metalldachpfannen und Profilblechen gehen von einer hohen Arbeitsproduktivität aus. Die Standardleistung pro Arbeiter pro Schicht beträgt etwa 12,5 m² fertiger Eindeckung. Die optimale Teamgröße für die Montage sollte 4 bis 6 Personen nicht überschreiten, um eine effiziente Aufgabenverteilung (Heben, Positionieren, Befestigen) zu gewährleisten. Alle bei der Endkontrolle festgestellten Mängel, insbesondere in Kehlen, Bereichen von Antenneninstallationen, Dachausstiegen und Schneefangsystemen, müssen vor der Unterzeichnung des Abnahmeprotokolls umgehend behoben werden.

Abb. 1 — Standard-Metallblechprofile und spezielle Befestigungselemente für Dach- und Fassadenanwendungen
Abb. 5 — Standard-Metallblechprofile und spezielle Befestigungselemente für Dach- und Fassadenanwendungen
Nr.Element
1Z-förmiges Übergangsblech oder Tropfkantenprofil, 70x90 mm mit einem Innenwinkel von 110 Grad, verwendet für horizontale Übergänge oder Wasserableitung.
2L-förmiges Eckprofil oder Attikablech, 250x150 mm Profil, verwendet für Kantenschutz und Wetterfestigkeit an 90-Grad-Übergängen.
3Innen- oder Außeneckprofil mit gefalzten Kanten (15 mm und 8 mm Falze) und einer 60 mm breiten Sichtfläche, verwendet zum Verdecken und Schützen von Plattenstößen an vertikalen Ecken.
4Kehlblech oder breites Firstkappenprofil, 460x460 mm, für die Wasserableitung an Dachdurchdringungen oder zur Abdeckung von Firstfugen.
5Lange Dachschraube mit Holzgewinde, breitem Kopf und integrierter EPDM-Dichtscheibe, zur Befestigung von Platten an Holzlatten.
6Selbstbohrende Metallschraube mit Sechskantkopf und integrierter EPDM-Dichtscheibe, zur Befestigung von Platten an Stahlpfetten oder Rahmen.
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6. Arbeitsschutz, Sicherheitstechnik und Umweltanforderungen

Die Montage von Metalldächern zählt zu den Arbeiten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial in der Höhe und muss streng nach den Vorgaben der Montageanweisung (Bauablaufplan) durchgeführt werden. Zur Durchführung sind nur Personen zugelassen, die eine spezielle Unterweisung und eine Wissensprüfung absolviert haben, welche im Arbeitserlaubnisschein dokumentiert ist. Es ist verboten, Dacharbeiten bei Windgeschwindigkeiten von 15 m/s und mehr, bei Gewitter, Schneefall, Glatteis oder dichtem Nebel, der die Sichtweite im Arbeitsbereich einschränkt, durchzuführen. Angesichts der hohen Windangriffsfläche der Profilbleche ist das Anheben von Materialien bei böigem Wind strengstens untersagt.

Arbeiten auf Dachflächen mit einer Neigung von mehr als 20° sowie auf feuchten Dächern erfordern unabhängig von der Neigung die obligatorische Verwendung von Absturzsicherungen. Dachdecker müssen zertifizierte Auffanggurte und Sicherungsseile mit einer Dicke von mindestens 15 mm verwenden. Die Anschlagpunkte für die Karabiner werden vom verantwortlichen Bauleiter festgelegt. Beim Knicken von Sicherungsseilen über scharfe Kanten von Baukonstruktionen sind Schutzpolster zu verwenden. Die Schuhe der Monteure müssen über eine weiche, rutschfeste Gummi- oder Kautschuksohle verfügen (z. B. Dachdeckerschuhe), um ein Ausrutschen auf dem Metall und eine Beschädigung der Polymerschicht zu verhindern.

Im Arbeitsbereich um den Gebäudeumfang werden Warnabsperrungen aufgestellt, um vor herabfallendem Bauschutt, Befestigungsmitteln oder Werkzeugen zu schützen. Alle verwendeten Hand- und Elektrowerkzeuge müssen während technologischer Pausen sicher auf dem Dach befestigt oder in Werkzeugkisten verstaut werden. Täglich nach Schichtende wird das Dach von Metallresten, Spänen und Verpackungsmaterial gereinigt; das Abwerfen von Schutt vom Dach ist verboten – er muss mechanisiert in geschlossenen Behältern herabgelassen werden. Alle Elektrowerkzeuge müssen am Ende der Schicht zwingend vom Stromnetz getrennt werden.

Abb. 1 — Standard-Metallblech- und Dichtungsdetails für Profilblechdächer
Abb. 6 — Standard-Metallblech- und Dichtungsdetails für Profilblechdächer
Nr.Element
1Firstblech, gefalztes Metallblech, Abmessungen 90 mm vertikal x 130 mm geneigt mit 50 mm horizontalen Flanschen, zur Abdichtung des Dachfirsts.
2Stirnwand- oder Anschlussblech, L-förmiges Metallprofil mit 50 mm x 50 mm Flanschen, zur Abdichtung von Verbindungen zwischen Dacheindeckung und vertikalen Flächen.
  1. Ausstellung des Erlaubnisscheins und Durchführung einer gezielten Unterweisung vor Arbeitsbeginn.
  2. Aufstellen von Warnabsperrungen für den Gefahrenbereich entlang des Gebäudeumfangs am Boden.
  3. Einrichtung von Anschlagpunkten (Sicherungsseilen) für Auffanggurte im Firstbereich.
  4. Überprüfung der Funktionstüchtigkeit von Elektrowerkzeugen und Kabelisolierungen vor dem Anheben auf das Dach.
  5. Tägliche Reinigung der Dachoberfläche von Metallspänen und Verschnitt mit weichen Bürsten.
Abb. 1 — Querschnitt eines verankerten Stahlbeton-Stützwandsystems auf einem geneigten Fundament
Abb. 7 — Querschnitt eines verankerten Stahlbeton-Stützwandsystems auf einem geneigten Fundament
Abb. 1 — Montagedetails eines auf einem Betonsockel verlegten Holzbalken- und Lattensystems für den Unterbodenbau
Abb. 8 — Montagedetails eines auf einem Betonsockel verlegten Holzbalken- und Lattensystems für den Unterbodenbau
Nr.Element
1Feuchtigkeitssperre (DPC) oder Schalldämmschicht, positioniert zwischen den Holzelementen und dem Betonsockel, um Feuchtigkeitsübertragung zu verhindern und Schallübertragung zu reduzieren.
2Struktureller Betonsockel oder -platte, der/die als primärer tragender Untergrund für das Fußbodensystem dient.
3Ausgleichsscheibe oder Stützklotz (Holz), um die Höhe anzupassen und eine ebene Oberfläche für die darüber liegenden Balken zu gewährleisten.
4Primäre Holzbalken und sekundäre Latten, die mechanisch am Betonsockel befestigt sind, um das strukturelle Gitter für die Bodenoberfläche zu bilden.
Abb. 1 — Isometrischer Querschnitt eines Steildachaufbaus mit Details zur Traufenkonstruktion, Unterspannbahn und doppelten Hinterlüftungswegen
Abb. 9 — Isometrischer Querschnitt eines Steildachaufbaus mit Details zur Traufenkonstruktion, Unterspannbahn und doppelten Hinterlüftungswegen
Nr.Element
1Holzsparren, der das primäre tragende strukturelle geneigte Gerüst des Steildachaufbaus bildet.
2Unterdach-Lüftungskanal und hölzernes Windleitblech, positioniert zwischen den Sparren, um einen hindernisfreien sekundären Luftstrom unterhalb der Abdichtungsschicht aufrechtzuerhalten.
3Abdichtungsbahn (Dachunterspannbahn), über die Sparren gespannt, um die Wärmedämmung und den Unterbau vor Feuchtigkeitseintritt zu schützen und gleichzeitig Dampfdiffusion zu ermöglichen.
4Äußere tragende Wand, die den Dachaufbau stützt und die untere Begrenzung des Lufteinlassbereichs an der Traufe bildet.
Abb. 1 — Isometrische Ansicht der Holzkonstruktion eines Steildachs und der Montage von Profilblechen
Abb. 10 — Isometrische Ansicht der Holzkonstruktion eines Steildachs und der Montage von Profilblechen
Nr.Element
1Horizontale Holzlatte, Standardabmessung 50x50 mm, im Abstand zur Unterstützung von Profilblechen positioniert.
2Holz-Konterlatte, senkrecht zu den Hauptsparren befestigt.
3Metall-Z-Winkel, verwendet für die strukturelle Verbindung zwischen Holzelementen.
4Wellblechdach (in der Regel Metall oder Faserzement), das Wetterschutz bietet.
5Überlappendes Wellblechdach, das die witterungsbeständige Schicht fortsetzt.
6Nagel- oder Schraubbefestigung, die den Metallwinkel am Holzrahmen fixiert.
7Holzschalung oder Bretterlage, installiert über den Sparren als zusätzliche Unterstützung oder Basis für die Dämmung.
8Nagelbefestigung, die die horizontale Latte an der Konterlatte sichert.
9Primärer Holzsparren, hauptsächliches tragendes Strukturelement des Dachstuhls.
Abb. 1 — Isometrischer Querschnitt eines Steildachaufbaus mit Details zur Metallziegeleindeckung, zum Holzlattengerüst und zum Ortgangblech
Abb. 11 — Isometrischer Querschnitt eines Steildachaufbaus mit Details zur Metallziegeleindeckung, zum Holzlattengerüst und zum Ortgangblech
Nr.Element
1Ortgangblech (Windstreifen), aus vorlackiertem verzinktem Stahlblech geformt, schützt den seitlichen Dachaufbau vor Windangriff und Feuchtigkeitseindringen, wird in Längsrichtung entlang der Giebelkante über dem Ziegelprofil montiert.
2Horizontale Dachlatte, imprägniertes Konstruktionsholz (typischerweise 32x100 mm), dient als primäre Befestigungsbasis für die Metallziegel, wird senkrecht zu den Sparren und entsprechend dem spezifischen Ziegelprofilabstand installiert.
Abb. 1 — Lagerungsanordnung für Profilbleche mit Holzstützen und Abstandhaltern
Abb. 12 — Lagerungsanordnung für Profilbleche mit Holzstützen und Abstandhaltern
Nr.Element
1Profilblech (z. B. Asbestzement oder Metallprofil), horizontal gestapelt zur sicheren Lagerung.
2Hölzerner Abstandhalter, platziert zwischen den gestapelten Blechen, um Belüftung zu bieten und Schäden an den Wellen zu verhindern.
3Stapel von Profilblechen, angeordnet mit überlappenden Profilen und durch Abstandhalter getrennt.
4Unterstützende Holzbalken (Schwellen), die direkt auf dem Boden platziert sind und den Stapel anheben, um ihn vor Feuchtigkeit zu schützen und ein stabiles Fundament zu bieten.
Abb. 1 — Firstkonstruktionsdetail für ein Steildach mit Tondachziegeln, das strukturelle Holzelemente und mörtelgebundene Firstziegel veranschaulicht.
Abb. 13 — Firstkonstruktionsdetail für ein Steildach mit Tondachziegeln, das strukturelle Holzelemente und mörtelgebundene Firstziegel veranschaulicht.
Nr.Element
1Holzschalungsbretter (Planken), die das durchgehende, massive Deck über den Sparren bilden.
2Holzsparren, das primäre geneigte tragende Element der Dachkonstruktion.
3Holzlatte, horizontal über der Schalung befestigt, um die Dachziegel zu tragen.
4Halbzylindrischer Tonfirstziegel, in Mörtel verlegt, um die Dachspitze abzudecken und das Eindringen von Wasser zu verhindern.
5Ineinandergreifende Tondachziegel, die die primäre witterungsbeständige Oberflächenabdeckung bilden.
Abb. 1 — Montagedetails zur Befestigung von Profilmetallblechen (Dach-/Wand-Trapezbleche) mit Bohrschrauben
Abb. 14 — Montagedetails zur Befestigung von Profilmetallblechen (Dach-/Wand-Trapezbleche) mit Bohrschrauben
Nr.Element
1Profilmetallblech (Trapez- oder Wellblech), das die primäre Abdichtungsschicht für Dächer oder Wände bildet.
2Dachbohrschrauben mit EPDM-Dichtscheiben, im Wellental (Tiefsicke) installiert, um das Blech zu sichern.
3Kapillarrille (Antikapillarkanal), geformt in der Kante des Profilblechs, um das Ansaugen von Wasser an Längsüberlappungen zu verhindern.
4Sechskant-Dachbohrschraube mit integrierter EPDM-Gummidichtscheibe, die strikt in einem 90-Grad-Winkel zur Blechoberfläche eingedreht wird.
5Tragendes Strukturelement (z. B. Stahlpfette, Holzlatte oder Unterkonstruktion), an dem das Profilblech befestigt wird.
Abb. 1 — Auftragung von chemischem Schutzspray auf eine profilierte Dachoberfläche
Abb. 15 — Auftragung von chemischem Schutzspray auf eine profilierte Dachoberfläche
Nr.Element
1Aerosoldose, druckbeaufschlagter Metallbehälter mit einem schützenden oder fungiziden chemischen Wirkstoff.
2Hand des Bedieners, die die Dose greift, um den Sprühkopf zu betätigen.
3Sprühkopf/Auslöser, der den unter Druck stehenden Inhalt als feinen Nebel freisetzt.
4Zerstäubtes chemisches Spray, das die Schutzmasse auf die anvisierte Dachoberfläche richtet.
5Arm des Bedieners, während des Anwendungsprozesses in Schutzkleidung gehüllt.
Tipps & Empfehlungen
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Es ist strengstens untersagt, Trennschleifer (Winkelschleifer / Flex) für das Schneiden von Profilblechen zu verwenden. Funken und hohe Temperaturen verbrennen die Zink- und Polymerschicht, was zu rascher Durchrostung des Metalls führt.
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Berücksichtigen Sie bei der Berechnung des Lattenabstands, dass das Traufbrett 10 bis 15 mm dicker sein muss als die regulären Latten. Dies ist erforderlich, um die Profilhöhe auszugleichen und eine einheitliche Dachebene am Traufüberstand zu gewährleisten.
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Kontrollieren Sie das Anzugsdrehmoment der Bohrschrauben streng. Die EPDM-Dichtung sollte leicht zusammengedrückt werden und 1 mm unter der Unterlegscheibe hervorschauen. Ein zu starkes Anziehen führt zur Zerstörung des Gummis, während ein zu schwaches Anziehen zu Undichtigkeiten und Vibrationen des Blechs bei Wind führt.
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Metallspäne, die beim Einschrauben von Bohrschrauben entstehen, müssen sofort mit einer weichen Haarbürste vom Dach gefegt werden. Liegengelassene Späne beginnen nach dem ersten Regen zu rosten und ruinieren das Erscheinungsbild der Eindeckung unwiderruflich.
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Der Überstand des Profilblechs über die Trauflinie darf 40 mm nicht überschreiten. Ein größerer Überstand kann unter der Schneelast oder Windeinwirkung zum Abknicken des Metalls führen.
Construction Technology Card — Кровельные работы