BAUTECHNOLOGISCHE VERFAHRENSANWEISUNG
Отделочные работы

Arbeitsanweisung: Ausführung von Putzbeschichtungen für Fassaden von Gebäuden und Bauwerken

Diese technologische Dokumentation regelt die technischen Prozesse der Vorbereitung, des Auftrags und der Qualitätskontrolle von Putzbeschichtungen für Fassaden unter Verwendung von Kalk-, Kalk-Zement- und Zement-Sand-Mischungen. Das Dokument ist für die internationale Anwendung angepasst und umfasst strenge Toleranzen, Anforderungen an die Mechanisierung der Prozesse sowie Spezifikationen für Arbeiten unter verschiedenen klimatischen Bedingungen.
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Materialien

  • Portlandzement der Klassen CEM I 32,5 / CEM I 42,5 (M300-M400)
  • Baukalk, als Hydratkalk (zum Einsumpfen als Kalkbrei)
  • Gewaschener Quarzsand, Körnung bis 2,5 mm (für Grundschichten)
  • Feinkörniger Quarzsand, Körnung bis 1,2 mm (für Deckputz)
  • Polyvinylacetat-Emulsion (PVA) zur Grundierung (7 %) und zum Abreiben (3,5-5 %)
  • Technische Salzsäure (10%ige Lösung zur chemischen Fassadenreinigung)
  • Frostschutzmittel: Pottasche (K2CO3), Natriumchlorid (NaCl), Calciumchlorid (CaCl2)
  • Trockenmörtelmischungen (Polymerzement) zum Verfüllen von Rissen mit einer Breite von mehr als 1 mm

Geräte und Ausrüstung

  • Putzmaschine mit Mörtelpumpe (Förderleistung bis 4 m³/h, Arbeitsdruck 1,5-2,0 MPa, Förderweite 250 m horiz., 60 m vertikal)
  • Zwischensilo/Pufferspeicher mit Rüttelsieb (Siebleistung 3 m³/h, Maschenweite 3x3 mm und 1,5x1,5 mm)
  • Rotations-Glättmaschine (Durchmesser der Arbeitsscheibe 280 mm, Drehzahl 450 U/min, Stromversorgung 36 V / 220 V)
  • Fahrbare, zerlegbare Rollgerüste (für Arbeiten in bis zu 6 Metern Höhe)
  • System-Stahlrohrgerüste (Rahmen- oder Keilgerüste) und Fassaden-Hängegerüste/Arbeitsbühnen (für Arbeiten über 6 Metern Höhe)
  • Elektrischer Zwangsmischer (Füllvolumen ab 80 Liter)
  • Tragbare Flächen- und Linien-Elektroheizer (Leistung bis 6 kW, Abmessungen 850x350x240 mm) für Winterarbeiten
  • Standardkegel (zur Kontrolle der Mörtelkonsistenz), H-Profil-Prüfrichtlatten (2000 mm), Reibebretter
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1. Anwendungsbereich und Voraussetzungen für die Baustellenbereitschaft

Dieser technologische Prozess findet Anwendung bei der Errichtung, Rekonstruktion und Instandsetzung von Gebäudefassaden. Vor Beginn der Ausbauarbeiten am Objekt müssen die Dachdeckerarbeiten, die Montage der Abdichtung, die Herstellung der Balkonböden sowie die Installation und sichere Befestigung aller Metalleinfassungen architektonischer Details und Befestigungsvorrichtungen für Dachentwässerungssysteme vollständig abgeschlossen sein. Die Ausführung der Arbeiten ist nur bei Vorliegen eines genehmigten Farbkonzepts (Farbpass) für die Fassade zulässig.

Oberflächen von glatten Stahlbetonfertigteilen (Betongüte C20/25 und höher) eignen sich nicht für den traditionellen Putzauftrag. Die Festigkeit des zu verputzenden Untergrunds muss zwingend mindestens der Festigkeit der Putzbeschichtung selbst entsprechen, um einen Kohäsionsbruch zu vermeiden. Für Oberflächen aus schwerem, dichtem Beton oder Mauerziegeln (Druckfestigkeit ab 10 MPa / Klasse C8/10 und höher) werden zementgebundene Grundierungen (Haftbrücken) verwendet.

Ein kritischer Faktor sind die Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen. Bei trockenem Wetter und einer Umgebungstemperatur ab +23 °C müssen Wandabschnitte aus kleinformatigen Wandbaustoffen (Ziegel, Porenbetonblöcke) zwingend vorgenässt werden. Der Produktionsprozess erfordert eine strenge Koordination: Die Montage von Systemgerüsten muss so erfolgen, dass die Anzahl der Befestigungspunkte an der Fassade minimiert wird, um diese später spurlos verschließen zu können.

Abb. 1 — Schematische Darstellung eines Standard-Eindringkegels (Penetrometer) mit Skaleneinteilung zur Materialprüfung
Abb. 1 — Schematische Darstellung eines Standard-Eindringkegels (Penetrometer) mit Skaleneinteilung zur Materialprüfung
1Zylindrischer Griff oder Führungsstab, Länge 200-250 Einheiten, zum Halten und Positionieren des Eindringkegels während der Prüfung
  1. Schritt 1: Durchführung einer fachgutachterlichen Bewertung des Fassadenzustands und Instandsetzung aller tragenden Strukturen des Gebäudes.
  2. Schritt 2: Reinigung der Fassade von Staub, Schmutz, Ausblühungen, Bitumen- und Fettflecken durch mechanische oder hydrodynamische Verfahren.
  3. Schritt 3: Aufrauen und Einschneiden glatter Oberflächen (falls erforderlich), Grundierung mit einer 7%igen wässrigen Polyvinylacetat-Emulsionslösung.
  4. Schritt 4: Waschen schwieriger Bereiche mit einer 10%igen technischen Salzsäurelösung und anschließende Neutralisation mit Wasser.
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2. Materialanforderungen und Mischungsentwurf

Die Wahl der Bindemittel und der Entwurf der Mischungsverhältnisse hängen direkt von den Einsatzbedingungen ab. Für Außenwände, Sockel und Gesimse, die einer systematischen Durchfeuchtung ausgesetzt sind, werden Zement- und Kalk-Zement-Mörtel auf der Basis von Puzzolan-Portlandzement, Hochofen-Portlandzement oder Standard-Portlandzement (Güteklassen M300-M400 / Klassen CEM I 32,5 - CEM I 42,5) verwendet. Für Oberflächen, die vor direkter Durchfeuchtung geschützt sind, eignen sich Kalk- und Kalk-Schlacke-Mischungen optimal.

Kalkmörtel werden in Mischungsverhältnissen von 1:1 bis 1:2,5 (Kalk:Sand) hergestellt, wobei der Kalkbrei mindestens drei Wochen lang ablagern muss. Kalk-Zement-Mörtel werden in Mischungsverhältnissen von 1:1:6 bis 1:3:15 gemischt, jedoch weisen die Zusammensetzungen 1:1:6 und 1:2:8 die besten Leistungseigenschaften für Fassaden auf. Reine Zementmörtel werden in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:6 gemischt. Zur Beschleunigung des Abbindens kann Kalkmörteln Gips zugesetzt werden (1 Teil Gips auf 2-3 Teile Kalkmörtel).

Der Zuschlagstoff (Quarzsand) muss einer strengen Sieblinienkontrolle unterzogen werden. Die maximal zulässige Korngröße für die Vorbereitungsschichten (Vorspritz- und Unterputz) darf 2,5 mm nicht überschreiten, und für die Deckschicht (Oberputz) 1,2 mm. Die Konsistenz (Eindringtiefe) des fertigen Mörtels wird durch das Eintauchen eines Standardkegels kontrolliert: Für den maschinellen und manuellen Auftrag von Vorspritz- und Unterputz muss sie 8-12 cm betragen. Die Deckschicht ohne Gips erfordert eine Eindringtiefe von 7-8 cm, mit Gipszusatz 9-12 cm.

Abb. 1 — Grundrissplan der Funktionszonen und Geräteanordnung mit Hauptabmessungen
Abb. 2 — Grundrissplan der Funktionszonen und Geräteanordnung mit Hauptabmessungen
1Hauptbetriebsblock oder Produktionshalle, rechteckiger Grundriss, Breite 3660 mm, zentraler Mittelpunkt der Anlage
2Verbindungskorridor oder Übergangsbereich, der den Hauptblock mit dem Nebengebäude verbindet
3Laderampe oder Fahrzeugzufahrt, zweispurige Konfiguration, ragt 3150 mm von der Hauptausrichtung nach außen
4Nebengebäude oder Hauswirtschaftsraum, vom Hauptblock getrennt, Breite 1600 mm, am linken Rand des Layouts positioniert
5Versorgungsanschlusspunkt oder strukturelle Anbindung an die Hauptumfassungsmauer, zeigt die Ausrichtung am Grundstücksrand an
6Verankerungspunkt oder Versorgungseingang an der Umfassungsmauer, sichert die Verbindungsleitung vom Hauptbetriebsblock
  1. Schritt 1: Vorbereitung der Bindemittelkomponenten (Ablagern des Kalkbreis, Überprüfung der Zementaktivität).
  2. Schritt 2: Sieben der Zuschlagstoffe durch Rüttelsiebe: Maschenweite 3x3 mm für den Unterputz, 1,5x1,5 mm für die Deckschicht.
  3. Schritt 3: Maschinelles Mischen der Komponenten im Zwangsmischer bis zu einer homogenen Konsistenz.
  4. Schritt 4: Kontrolle der Mörtelkonsistenz mit einem Standardkegel vor dem Befüllen der Putzmaschine.
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3. Oberflächenvorbereitung und geodätische Kontrolle

Vor Beginn der Putzarbeiten wird der Untergrund einer strengen instrumentellen Kontrolle unterzogen. Die Oberflächen werden durch Ausloten in vertikaler und horizontaler Ebene unter zwingender Installation von demontierbaren System-Putzmarken (Schnellputzleisten) überprüft. Die Dicke der gesetzten Putzprofile muss exakt der berechneten Dicke der Putzbeschichtung ohne Berücksichtigung der abschließenden Deckschicht entsprechen.

Die zulässigen Abweichungen der Grundfläche vor Arbeitsbeginn sind streng reglementiert. Die Abweichungen der Oberfläche und der Ecken von Ziegel- oder Blockmauerwerk aus der Lotrechten dürfen 10 mm pro Geschoss und 30 mm über die gesamte Gebäudehöhe nicht überschreiten. Unebenheiten auf vertikalen Oberflächen, die beim Anlegen einer 2-Meter-Richtlatte festgestellt werden, sind bis maximal 10 mm zulässig. Die Abweichungen der Mauerwerksschichten aus der Waagerechten dürfen 15 mm pro 10 Meter Wandlänge nicht überschreiten.

Werden Abweichungen festgestellt, die die normativen Werte überschreiten, erfolgt ein lokaler Ausgleich mit Grundiermörteln. Bei Mauerwerk mit leeren Fugen (Fugenglattstrich) darf die Tiefe der auf der Sichtseite nicht mit Mauermörtel gefüllten Fugen 15 mm für Wandflächen und 10 mm für vertikale Fugen tragender Pfeiler und Pilaster nicht überschreiten.

Abb. 1 — Übersichtsplan der Installation eines Turmdrehkrans neben einem im Bau befindlichen Gebäude mit detaillierter Darstellung von Arbeitszonen und Strukturelementen.
Abb. 3 — Übersichtsplan der Installation eines Turmdrehkrans neben einem im Bau befindlichen Gebäude mit detaillierter Darstellung von Arbeitszonen und Strukturelementen.
1Umzäunung zur Abgrenzung der Baustelle, die Sicherheit und Schutz bietet.
2Temporäre Baustellengebäude oder Container, die als Bauleitungsbüros, Sozialräume oder Lagerflächen dienen.
3Kontrollpunkt oder Sicherheitskabine in der Nähe der Baustellenzufahrt zur Überwachung des Zugangs.
4Krankabine oder Bedienstand, normalerweise erhöht für freie Sicht auf die Baustelle.
5Basisabschnitt des Turmdrehkrans, der die strukturelle Befestigung und den Stützmechanismus zur Gewährleistung der Stabilität zeigt.
6Gegengewichtssystem oder Basisballast des Turmdrehkrans, zur Ausbalancierung der Last bei Hebevorgängen.
7Haupttragboden oder Geschossdecke des im Bau befindlichen Gebäudes, stellt die primäre lasttragende Ebene dar.
8Zweite Tragschicht oder Ausgleichsestrich auf der Hauptdecke, dient oft als Nivellierschicht.
9Kranbahn oder Schienensystem, das parallel zur Gebäudefassade verlegt ist, um eine lineare Bewegung des Krans zu ermöglichen.
10Fundament der Kranbahn oder Ballastschicht, die die Schienen stützt und die schweren Lasten des Krans verteilt.
11Zonenmarkierung für den Schwenkradius oder die operative Reichweite des Kranauslegers.
12Ausgewiesene Sicherheitszone oder Sperrbereich innerhalb des Arbeitsradius des Krans zur Vermeidung von Unfällen.
13Materiallager- oder Bereitstellungsbereich in Reichweite des Krans zum effizienten Heben und Positionieren.
14Weitere Arbeitszonenmarkierung, möglicherweise mit Details zu einem bestimmten Hebeablauf oder Sicherheitspuffer.
15Zone, die die Grenze der maximalen Tragfähigkeit oder die zulässige Arbeitslastgrenze des Krans anzeigt.
  1. Schritt 1: Instrumentelle Überprüfung der Lot- und Waagerechtigkeit der Wände mithilfe von Rotationslasern und Senkloten.
  2. Schritt 2: Überprüfung der Ebenheit des Untergrunds unter Verwendung einer 2-Meter-Richtlatte.
  3. Schritt 3: Setzen von System-Putzmarken aus Mörtel oder Metall in einem Abstand, der der Länge der Arbeitsrichtlatte (Abziehlatte) entspricht.
  4. Schritt 4: Fixierung von Eckschutzschienen an Außenecken und Leibungen.
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4. Technologie des maschinellen Schichtauftrags

Die Herstellung einer mehrschichtigen, hochwertigen Beschichtung ist ein streng reglementierter Prozess. Der Transport des Mörtels erfolgt durch Putzmaschinen (Förderleistung bis 4-6 m³/h, Förderweite bis 250 m horizontal und 60 m vertikal) über metallische Mörtelleitungen. Die erste Schicht — der Vorspritzputz — wird mit einer Spritzdüse als durchgehende Schicht mit einer Dicke von bis zu 5 mm aufgetragen. Die Oberfläche des Vorspritzputzes wird nicht geglättet, um eine maximale Haftung zu gewährleisten.

Nach Beginn des Erhärtens des Vorspritzputzes (nach 1-2 Stunden) wird die Unterputzschicht aufgetragen. Die Dicke einer einzelnen Unterputzschicht ist begrenzt: maximal 5 mm für schwere Zementmörtel und bis zu 7 mm für Kalkmörtel. Das Abziehen des Unterputzes erfolgt unmittelbar nach dem Auftrag mit H-Profil-Richtlatten oder Reibebrettern. Für verbesserte und hochwertige Putze wird der Unterputz exakt über die Putzprofile abgezogen. Die Ebenheitsqualität wird im Zuge der Arbeiten kontinuierlich mit der Richtlatte kontrolliert.

Die Deckschicht wird in einer Dicke von bis zu 2 mm für standardmäßige glatte Beschichtungen und bis zu 7 mm für dekorative Strukturputze (Terrazzoputze, Edelputze) aufgetragen. Das Abreiben der Abschlussschicht erfolgt 30-40 Minuten nach dem Auftrag mit Hilfe von Rotations-Putzglättmaschinen (Scheibendurchmesser 280 mm, Drehzahl 450-500 U/min). Zur deutlichen Erhöhung der Festigkeit der abgeriebenen Schicht wird empfohlen, dem Wasser, das unter die Arbeitsscheiben der Maschine zugeführt wird, eine 3,5-5%ige wässrige Lösung aus PVA-Emulsion beizumischen.

Abb. 1 — Qualitätskontrollplan für Putzarbeiten
Abb. 4 — Qualitätskontrollplan für Putzarbeiten
  1. Schritt 1: Maschineller Auftrag der Vorspritzschicht unter Gewährleistung einer 100%igen Deckkraft auf dem Untergrund.
  2. Schritt 2: Auftrag der ersten Unterputzschicht (nach einer technologischen Pause von 1-2 Stunden) und Abziehen mit der Richtlatte über die Putzprofile.
  3. Schritt 3: Auftrag zusätzlicher Unterputzschichten (falls erforderlich) nach dem Abbinden der vorherigen Schichten.
  4. Schritt 4: Auftrag der Deckschicht und maschinelles Abreiben mit Rotationsgeräten unter Zugabe von Wasser oder PVA-Lösung.
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5. Bauausführung unter winterlichen Bedingungen und bei Minusgraden

Die Durchführung von Putzarbeiten im Winter erfordert eine radikale Änderung des technologischen Ablaufs. Vor dem Mörtelauftrag muss die Grundfläche absolut trocken sein: Schnee, Raureif und Eisbildung sind mechanisch zu entfernen. Eis, das sich nicht mechanisch entfernen lässt, wird vorher aufgetaut. Die Verwendung von heißem Wasser zur Beschleunigung der Erwärmung gefrorener Wände oder zur Eisentfernung ist strengstens untersagt. Das Vornässen des Mauerwerks vor dem Schichtauftrag bei Minusgraden ist nicht zulässig.

Bei Außentemperaturen im Bereich von -10 °C bis -20 °C müssen dem Anmachwasser des Putzmörtels zwingend Frostschutzmittel zugesetzt werden. Die Standardrezeptur sieht die Zugabe von 3 % Pottasche (Kaliumcarbonat), bezogen auf die Masse des Anmachwassers, oder eine komplexe Mischung aus 2 % Natriumchlorid (NaCl) und 2 % Calciumchlorid (CaCl2) vor. Der Transport des Mörtels zum Arbeitsplatz erfolgt ausschließlich in isolierten Behältern, und äußere Mörtelleitungen müssen wärmeisoliert werden.

Die Größe der Arbeitsabschnitte (Takte) wird so bemessen, dass der vollständige Putzzyklus in diesem Bereich vor einer Arbeitsunterbrechung abgeschlossen ist, um die Gefahr des Einfrierens des Mörtels vor dem maschinellen Glätten auszuschließen. Bei Bedarf an lokaler Beheizung werden tragbare Flächen- und Linien-Elektroheizer (mit einer Leistung von bis zu 6 kW) eingesetzt. In diesem Fall müssen die Baugerüste mit feuerfestem Wärmedämmmaterial (Thermozelt) verschlossen werden. Das Überputzen und Ausbessern von Altputz unter winterlichen Bedingungen wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Abb. 1 — Arbeitsablaufplan für maschinelle Putzverfahren
Abb. 5 — Arbeitsablaufplan für maschinelle Putzverfahren
1Maßeinheit für 'Oberflächenvorbereitung für Putzarbeiten'
2Maßeinheit für 'Ausloten der Oberfläche und Setzen von Putzprofilen'
  1. Schritt 1: Reinigung der Fassade von Eis und Schnee unter Einsatz von Heizkanonen (ohne Verwendung von heißem Wasser).
  2. Schritt 2: Anmischen des Putzmörtels mit Zugabe von 3 % Pottasche oder 4 % des Salzkomplexes (NaCl + CaCl2) im beheizten Zelt.
  3. Schritt 3: Förderung des angewärmten Mörtels über wärmeisolierte Mörtelleitungen zum Arbeitsabschnitt.
  4. Schritt 4: Beschleunigter Auftrag und Abreiben der Schicht innerhalb eines Arbeitsabschnitts vor dem kritischen Abfall der Mörteltemperatur.
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6. Qualitätskontrolle, Abnahme der Arbeiten und Toleranzen

Das Qualitätssystem umfasst die Eingangskontrolle, die Eigenüberwachung (Prozesskontrolle) und die Konformitätsbewertung. Trockenbaustoffmischungen (Werktrockenmörtel) müssen in der Werksverpackung mit Angabe der Rezeptur, Körnung, Anmachwassermenge und Haltbarkeitsdauer geliefert werden. Ein Labortest des Mörtels ist obligatorisch: Er muss ein Sieb von 3 mm (für Unterputz) und 1,5 mm (für Deckputz) vollständig passieren. Die Prozesskontrolle umfasst die Überprüfung der Untergrundfeuchtigkeit, der Haftzugfestigkeit der aufgetragenen Schicht und der Dicke jedes Putzauftrags.

Die fertige verputzte Oberfläche wird einer strengen Fehlerprüfung unterzogen. An der Fassade sind Schwindrisse, Spuren des Glättwerkzeugs, Mörtelanhäufungen, Ausblühungen und Lunker nicht zulässig. Für die Reparatur verputzter Oberflächen ist es strengstens untersagt, Mörtel mit einer höheren Druckfestigkeit als der des Grundputzes (Altputz) zu verwenden (z. B. ist die Reparatur einer Kalkfassade mit einer Zementmischung unzulässig). Risse mit einer Breite von mehr als 1 mm werden aufgeweitet und mit einer elastischen Polymerzementmischung verfüllt.

Abnahmetoleranzen werden nach Qualitätsstufen klassifiziert. Für hochwertige Putze: Abweichung von der Lotrechten und Waagerechten — maximal 1 mm pro 1 Meter (max. 3 mm auf die gesamte Höhe des Bauteils). Sanft verlaufende Unebenheiten bei Prüfung mit einer 2-Meter-Richtlatte — maximal 2 Unebenheiten mit einer Tiefe von bis zu 2 mm. Abweichungen von Fensterleibungen, Pilastern und Innenecken von der Lotrechten/Waagerechten — 1 mm pro 1 Meter. Die Dicke von einlagigem Putz ist auf 20 mm begrenzt, bei mehrlagigem Putz — gemäß Planung.

  1. Schritt 1: Eingangskontrolle der Kornzusammensetzung des Sandes und der Mörtelkonsistenz (Kegeltest, 8-12 cm).
  2. Schritt 2: Prozesskontrolle der Dicke der aufgetragenen Schichten (bis 5 mm Vorspritz, bis 7 mm Unterputz) mithilfe einer Messsonde.
  3. Schritt 3: Überprüfung der fertigen Oberfläche mit einer 2-Meter-Prüfrichtlatte in verschiedenen Richtungen.
  4. Schritt 4: Instrumentelle Messung von Abweichungen bei Fensterleibungen, Radien gekrümmter Oberflächen und Profilzügen.
Tipps & Empfehlungen
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Verwenden Sie niemals Reparaturmörtel, deren Festigkeit die Festigkeit der Grundschicht übersteigt (z. B. Zementmörtel auf Kalkputz). Aufgrund von Unterschieden in den Elastizitätsmoduln und der Wärmeausdehnung führt dies unweigerlich zu Kohäsionsbrüchen und Ablösungen.
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Zur Erhöhung der Oberflächenfestigkeit und der wasserabweisenden Eigenschaften der Deckschicht ist beim maschinellen Abreiben mit Rotationsgeräten nicht reines Wasser, sondern eine 3,5-5%ige wässrige Lösung aus Polyvinylacetat-Emulsion (PVA) unter die Scheibe zuzuführen.
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Bei der Ausführung von Arbeiten im Winter (-10 °C bis -20 °C) ist es strengstens untersagt, gefrorenes Ziegel- oder Betonmauerwerk zur Eisentfernung mit heißem Wasser zu begießen. Dies führt zur Bildung eines Eisfilms in den Poren und zum vollständigen Verlust der Haftung.
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Die Korngröße des Zuschlagstoffs muss auf der Baustelle streng mit Rüttelsieben kontrolliert werden: Für die Grundschichten (Vorspritz- und Unterputz) darf die Sandfraktion 2,5 mm nicht überschreiten, für die Deckschicht (Oberputz) streng bis zu 1,2 mm.
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Glatte Betonfertigteile (hochfester Beton C20/25 und höher) können aufgrund ihrer fehlenden Saugfähigkeit nicht mit klassischen Mischungen verputzt werden. Hier ist die Verwendung von speziellen polymeren Haftbrücken (Betokontakt) erforderlich.