BAUTECHNOLOGIEKARTE
Отделочные работы

Technologische Karte: Mörtelloses Verfahren zur Verkleidung von Oberflächen mit Natursteinplatten

Diese technologische Karte beschreibt die Arbeitsabfolge für die Innenverkleidung von Wänden mit Natursteinplatten im mörtellosen Verfahren. Die Methode ermöglicht es, die Ausführungszeiten der Verkleidungsarbeiten erheblich zu verkürzen, den Verbrauch von Zementmörtel zu eliminieren, die Arbeitsproduktivität zu steigern und die Arbeiten zu jeder Jahreszeit ohne zusätzliche Beheizung der Räume durchzuführen. Die Karte behandelt die Arbeitsorganisation, Qualitätsanforderungen, Arbeitssicherheit und die erforderliche Ausstattung.
6 sections 4 figures

Materialien

  • Natursteinplatten (Gewicht bis zu 50 kg pro Stück)
  • Aluminiumprofile (für Führungsschienen)
  • Ankerbolzen (Dübel) mit Korrosionsschutzbeschichtung
  • Montagemasse (zur Fixierung der Anker)
  • Salzsäure (20%ige Lösung, zur Reinigung)
  • Alkalische Spachtelmasse (für Granitreparaturen)
  • Karbonylische Spachtelmasse (für Granit- und Marmorreparaturen)
  • Kolophonium-Spachtelmasse (für Marmorreparaturen)

Ausrüstung

  • Brecheisen-Nagelzieher (zum Auspacken)
  • Messwerkzeuge (Metermaß, Rollbandmaß, Senklot, Winkel, Wasserwaage)
  • Stahl- oder Holzlineal (1-1,75 m)
  • Schirkow-Setzlatte (oder ähnliches Richtmittel)
  • Kontrollschablone (aus verzinktem Stahl oder Blech)
  • Schlagbohrmaschine (Bohrhammer, ø bis 20 mm)
  • Elektrische Säbelsäge (oder Trennsäge)
  • Sandstrahlgerät (zur Reinigung strukturierter Oberflächen)
1

1. Anwendungsbereich und allgemeine Informationen

Diese technologische Karte wurde für die Planung und Organisation von Arbeiten zur Innenverkleidung von Wandoberflächen mit Natursteinplatten im mörtellosen Verfahren entwickelt. Diese Befestigungsmethode beschleunigt den Ausbauprozess erheblich, da Schritte im Zusammenhang mit der Zubereitung und dem Auftragen von Mörtel entfallen, was sich positiv auf die Gesamtdauer des Bauzyklus auswirkt.

Die Anwendung der mörtellosen Technologie eliminiert auch den Bedarf an Zementmörtel, was Materialkosten und logistische Komplexität reduziert. Eine erhöhte Arbeitsproduktivität wird durch die Vereinfachung der technologischen Abläufe erreicht. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Verkleidungsarbeiten ganzjährig durchzuführen, ohne dass Heizsysteme für die Arbeitsbereiche eingerichtet werden müssen, was die Methode für verschiedene klimatische Bedingungen universell macht.

Die Karte sieht eine zentrale Beschaffung und Lieferung der Materialien zum Objekt vor. Die Technologie ist für die manuelle Installation von Natursteinplatten vorgesehen, wobei das Gewicht jeder Platte 50 kg nicht überschreiten darf. Bei dieser Art von Arbeiten werden technisch-wirtschaftliche Kennzahlen erreicht, die neuen Technologien entsprechen und eine Verlegeleistung von 6-10 Verkleidungsplatten pro Quadratmeter gewährleisten.

Abb. 1 — Schritt-für-Schritt-Installationsablauf zur Befestigung eines Aluminiumprofils an einer Ziegelwand mittels Ankersystem
Abb. 1 — Schritt-für-Schritt-Installationsablauf zur Befestigung eines Aluminiumprofils an einer Ziegelwand mittels Ankersystem
1Ziegelwand: Das tragende Hauptelement, das als Basis für das Befestigungssystem dient, in das der Anker eingelassen wird.
2Dübel: Eine Gewindestange aus Metall, 10 mm Durchmesser (Ø10), mit einer Einbindetiefe von 100 mm. Sie wird in die Ziegelwand eingesetzt, um einen sicheren Gewinde-Befestigungspunkt zu schaffen.
3Mutter: Eine Sechskantmutter, auf den Dübel (2) geschraubt, zur Befestigung und Sicherung des Montagebauteils (4) an der Wand, wodurch Klemmkraft erzeugt wird.
4Montagebauteil: Ein flaches oder geformtes Metallhalter/Blech, das als Zwischenkomponente dient, das Aluminiumprofil (5) mit dem Dübel (2) verbindet und Lasten überträgt.
5Aluminiumprofil: Das abschließende zu installierende Bauteil, das über den Dübel und die Montagebauteil-Baugruppe an der Ziegelwand befestigt wird, wahrscheinlich für Verkleidung, Rahmen oder andere Bauzwecke.
2

2. Arbeitsvorbereitung und Arbeitsorganisation

Vor Beginn der Verkleidungsarbeiten im mörtellosen Verfahren ist die vollständige Bereitschaft des Objekts sicherzustellen. Die Innenräume müssen in Bezug auf die allgemeinen Bauarbeiten abgeschlossen sein, einschließlich der Installation von Fenster- und Türelementen, der Ausführung von Abdichtungsarbeiten, der Verlegung von Fußböden sowie der Vorbereitung angrenzender Oberflächen für den Feinputz. Alle verdeckten Versorgungsleitungen, wie Rohrleitungssysteme, müssen verlegt und abgedrückt sowie die verdeckte Elektroinstallation ausgeführt sein. Das Objekt muss offiziell für Ausbauarbeiten abgenommen sein, was seine Bereitschaft für die nachfolgenden Phasen bestätigt.

Die Arbeitsplätze müssen gemäß dem technologischen Schema organisiert und mit allen erforderlichen Materialien, Werkzeugen und Vorrichtungen ausgestattet sein. Die Aufstellung von Gerüsten oder Arbeitsbühnen ist für Arbeiten in der Höhe zulässig. Es ist wichtig zu beachten, dass die Kombination von Verkleidungsarbeiten mit Montagearbeiten kategorisch nicht gestattet ist, es sei denn, es wurde ein detaillierter Zeitplan für kombinierte Arbeiten erstellt und vereinbart, der gegenseitige Störungen und Risiken ausschließt.

Die zu verkleidenden Oberflächen müssen sorgfältig vorbereitet sein und dürfen keine Abweichungen aufweisen, die die zulässigen Grenzen für entsprechende Stein- und Betonuntergründe gemäß den geltenden Baunormen überschreiten. Das Verkleidungsteam wird aus Arbeitsgruppen gebildet, deren Anzahl sich nach dem Arbeitsumfang richtet. Eine Standard-Arbeitsgruppe besteht aus zwei Personen: einem Monteur-Verkleider der Klassen 3 und 4, die gemeinsam alle Haupt- und Hilfsoperationen ausführen. Für Arbeiten in Innenräumen in einer Höhe von mehr als 1 Meter ist die Verwendung von Arbeitsbühnen oder Gerüsten mit einem Geländer von mindestens 1 Meter Höhe und Fußleisten von mindestens 15 cm Höhe zur Vermeidung des Herabfallens von Gegenständen zwingend erforderlich.

Abb. 1 — Installationsablauf zur Befestigung eines Aluminiumprofils an einer Ziegelwand mittels Ankersystem.
Abb. 2 — Installationsablauf zur Befestigung eines Aluminiumprofils an einer Ziegelwand mittels Ankersystem.
1Ziegelwand: Das tragende Hauptelement des Gebäudes, das als Untergrund für die Befestigung dient. Typischerweise aus Standard-Mauerziegeln mit Mörtelfugen errichtet. Funktion: Bietet statische Unterstützung und eine sichere Basis zur Befestigung externer Fassadenkomponenten. Position: Bildet die primäre vertikale Struktur, links im Diagramm dargestellt.
2Dübel: Ein spezielles Befestigungselement, typischerweise ein Spreiz- oder chemischer Anker, tief in die Ziegelwand eingesetzt. Material: Üblicherweise verzinkter Stahl oder Edelstahl für Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit. Abmessungen: Nicht spezifiziert, aber Länge und Durchmesser würden durch Lastanforderungen und Wandmaterial bestimmt. Funktion: Schaffung eines robusten, festen Punktes innerhalb der Ziegelwand, an dem die Montagehalterung befestigt werden kann, um Zug- und Schublasten zu übertragen. Position: Horizontal in die Ziegelwand eingebettet, ragt heraus, um die Montagehalterung und Mutter aufzunehmen.
3Montagehalterung (Befestigungsdetail): Eine Zwischenkomponente, die den Anker mit dem Aluminiumprofil verbindet. Material: Oft feuerverzinkter Stahl oder Edelstahl für Haltbarkeit und Tragfähigkeit, oder manchmal Aluminiumlegierung. Abmessungen: Nicht spezifiziert, aber ausgelegt, um das Aluminiumprofil aufzunehmen und den erforderlichen Abstand zu gewährleisten. Funktion: Bereitstellung einstellbarer Befestigungspunkte für das Aluminiumprofil, um Ausrichtung und thermische Bewegung zu ermöglichen, während Lasten vom Profil auf den Anker übertragen werden. Position: Zwischen Mutter und Aluminiumprofil angebracht, am hervorstehenden Anker befestigt.
4Mutter: Ein Gewindebefestigungselement, das in Verbindung mit dem Gewindebolzen oder der Gewindestange des Ankers verwendet wird. Material: Typischerweise verzinkter Stahl oder Edelstahl, passend zum Anker für Kompatibilität und Korrosionsbeständigkeit. Abmessungen: Nicht spezifiziert, entspricht aber der Gewindegröße des Ankers. Funktion: Mechanisches Anziehen und Sichern der Montagehalterung fest gegen den Anker, um eine starre Verbindung zu gewährleisten und ein Ablösen zu verhindern. Position: Auf das freiliegende Ende des Ankers geschraubt, drückt gegen die Montagehalterung.
5Aluminiumprofil: Das äußere Rahmenelement, das befestigt wird. Material: Stranggepresste Aluminiumlegierung (z. B. 6063-T5 oder ähnlich), bekannt für geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit und einfache Bearbeitung. Abmessungen: Nicht spezifiziert, aber Profile gibt es in verschiedenen Formen und Größen (z. B. T-Profile, L-Profile, rechteckige Hohlprofile). Funktion: Bildung eines Unterkonstruktionssystems zur Unterstützung von Außenverkleidungsplatten, Isolierung oder anderen Fassadenelementen, das eine ebene und lotrechte Oberfläche bietet. Position: Die äußerste Komponente rechts im Diagramm, an der Montagehalterung befestigt.
  1. 1. Abschluss aller allgemeinen Bauarbeiten, Installation von Fenster-/Türrahmen, Abdichtungen, Böden.
  2. 2. Vorbereitung angrenzender Oberflächen für den Feinputz.
  3. 3. Verlegung und Abdrücken von Rohrleitungen, Verlegung der verdeckten Elektroinstallation.
  4. 4. Abnahme des Objekts für Ausbauarbeiten.
  5. 5. Aufstellung von Arbeitsbühnen oder Gerüsten mit Geländer (Höhe 1 m, Fußleiste 15 cm) bei Arbeiten in einer Höhe von mehr als 1 m.
  6. 6. Ausstattung der Arbeitsplätze mit Materialien, Werkzeugen, Vorrichtungen.
  7. 7. Überprüfung der Abweichungen der zu verkleidenden Oberflächen innerhalb der zulässigen Normen.
3

3. Technologie der Verkleidungsarbeiten

Die Abfolge der Arbeitsvorgänge beginnt mit der Vorbereitungsphase, die das Auspacken der Kisten oder Container mit Platten mittels Brecheisen und Nagelziehern umfasst. Nach dem Auspacken erfolgt eine sorgfältige Sortierung der Platten nach Typ, Größe, Farbe und Struktur gemäß der Projektunterlagen und Qualitätsstandards. Ein wichtiger Schritt ist die Überprüfung der geometrischen Formen und Abmessungen jeder Platte mit Messwerkzeugen. Die zu verkleidende Oberfläche wird mit Senklot, Winkel und Wasserwaage auf Vertikalität, Horizontalität und Rechtwinkligkeit überprüft.

Die Arbeitsplatzorganisation umfasst die Einteilung der Oberfläche in Abschnitte und deren Absteckung zur Gewährleistung der Installationsgenauigkeit. Für die erste Plattenreihe erfolgt eine Anzeichnung: Es wird ein Abstand gemessen, der der Höhe der Verkleidungsplatte zuzüglich der Fugenstärke entspricht, und eine Markierung angebracht. Diese Markierung wird mit einer Wasserwaage auf das gegenüberliegende Wandende übertragen, danach werden Stifte eingeschlagen und eine Richtschnur gespannt. Aluminium-Führungsprofile werden der Länge der zu verkleidenden Oberfläche angepasst und bei Bedarf mit einer Elektrosäge gekürzt.

In die Wand werden im Abstand von 80-100 cm entlang des zu installierenden Profils und auf Höhe der Verkleidungsplatten zwischen den Profilen Löcher für Ankerbolzen gebohrt. Ankerbolzen (Dübel) mit Korrosionsschutzbeschichtung werden unter Verwendung einer Montagemasse in die gebohrten Löcher eingesetzt, ausgerichtet und sicher befestigt. Die Aluminiumprofile werden an die installierten Anker angelegt, ausgerichtet und mit Muttern fixiert. Die Installation der Platten beginnt mit der ersten Reihe: Die Platte wird herangeführt, überprüft, bei Bedarf angepasst und dann in die Nut des Führungsprofils eingesetzt. Entsprechend wird die zweite Reihe installiert, und anschließend werden die Profile für die nachfolgenden Reihen befestigt. Bei Bedarf werden in den Platten Löcher mit einem Durchmesser von 8 cm für die Installation von Steckdosen und Schaltern gebohrt, wobei die isolierten Enden der Elektroinstallation nach außen geführt werden. Nach Abschluss der Verkleidungsarbeiten wird die Oberfläche gereinigt und vor möglichen Verschmutzungen bei der Durchführung nachfolgender Bauarbeiten geschützt.

Abb. 7 — Detail einer Befestigung für ein hinterlüftetes Fassadenverkleidungssystem an einer Ziegelwand
Abb. 3 — Detail einer Befestigung für ein hinterlüftetes Fassadenverkleidungssystem an einer Ziegelwand
1Ziegelwand: Die tragende Gebäudewand, bestehend aus Ziegelmauerwerk, die als primärer Untergrund für das Fassadensystem dient. Links in der Baugruppe positioniert, bildet sie die Basis für die Ankerinstallation.
2Spreizanker: Ein metallisches mechanisches Befestigungselement, typischerweise aus verzinktem Stahl oder Edelstahl, das in ein gebohrtes Loch in der Ziegelwand eingesetzt wird. Seine Funktion ist es, durch Spreizen im Untergrund einen robusten und sicheren Befestigungspunkt für die Montagehalterung zu schaffen.
3Mutter: Ein sechskantiges Gewindebefestigungselement, üblicherweise aus Stahl, das in Verbindung mit dem Anker verwendet wird, um die Montagehalterung an der Wand festzuziehen und sicher zu klemmen. Sie gewährleistet die stabile Position der Halterung und die Lastübertragung.
4Montagehalterung: Eine L-förmige oder Z-förmige Metallkomponente, oft aus verzinktem Stahl oder Edelstahl, die die Aluminium-Unterkonstruktion mit der Hauptziegelwand verbindet. Sie ermöglicht Einstellbarkeit für die Fassadenausrichtung und überträgt das Gewicht des Verkleidungssystems auf die Gebäudestruktur.
5Aluminiumprofil: Ein Abschnitt des Aluminium-Unterkonstruktionssystems, speziell zur Unterstützung der Verkleidungsplatten. Dieses Profil, typischerweise eine stranggepresste Aluminiumlegierung, wird an der Montagehalterung befestigt und bildet einen Teil des Rahmens, der den Luftspalt hinter der Verkleidung definiert.
6Aluminiumprofil: Ein weiteres stranggepresstes Aluminiumlegierungsprofil, Teil des umfangreichen Unterkonstruktionssystems. Dieses spezifische Profil dient oft als primäre vertikale oder horizontale Schiene, an der die Verkleidungsplatten direkt befestigt werden, um eine präzise Ausrichtung und statische Unterstützung für die Außenverkleidung zu bieten.
7Verkleidungsstein: Die äußerste Schicht der Fassade, bestehend aus Platten aus Natur- oder Kunststein. Diese Platten werden mechanisch an der Aluminium-Unterkonstruktion (Element 6) befestigt und bieten die ästhetische Oberfläche, Wetterschutz und tragen zur thermischen Leistung der Gebäudehülle bei.
  1. 1. Auspacken der Platten aus Kisten/Containern.
  2. 2. Sortierung der Platten nach Typ, Größe, Farbe und Struktur gemäß Projekt und Normen.
  3. 3. Überprüfung der Abmessungen und Geometrie der Platten mit Messwerkzeugen.
  4. 4. Überprüfung der zu verkleidenden Oberfläche mit Senklot, Winkel und Wasserwaage.
  5. 5. Einteilung der Abschnitte und Absteckung der Oberfläche.
  6. 6. Abmessen und Anzeichnen der Linie der ersten Plattenreihe unter Berücksichtigung der Fugenstärke, Spannen einer Richtschnur.
  7. 7. Anpassung der Aluminium-Führungsprofile in der Länge, bei Bedarf Kürzen mit einer Elektrosäge.
  8. 8. Bohren von Löchern in die Wand (im Abstand von 80-100 cm) für Ankerbolzen.
  9. 9. Ausrichten und Installieren von Ankerbolzen (Dübeln) mit Korrosionsschutzbeschichtung unter Verwendung einer Montagemasse.
  10. 10. Anlegen, Ausrichten und Befestigen der Aluminium-Führungen mit Muttern an den Ankern.
  11. 11. Installation der Platten der ersten Reihe in die Nuten des Führungsprofils, Befestigung des Profils der zweiten Reihe.
  12. 12. Anzeichnen und Bohren von Löchern für die Befestigung der dritten und nachfolgenden Reihen.
  13. 13. Bei Bedarf Ausbohren von Löchern ø 8 cm in den Platten für Steckdosen und Schalter, Herausführen der Elektroinstallation.
  14. 14. Reinigung und Schutz der verkleideten Oberfläche vor Verschmutzungen.
4

4. Qualitätsanforderungen an Verkleidungsarbeiten

Die Qualität der verkleideten Oberflächen muss den hohen Standards der Projektdokumentation und den geltenden internationalen Qualitätsnormen entsprechen. Die Verkleidungsflächen müssen streng den vorgegebenen geometrischen Formen entsprechen, und das verwendete Material sowie dessen Muster dem Projekt. Besonderes Augenmerk wird auf die Gleichmäßigkeit der mit Natursteinplatten verkleideten Oberflächen mit sanften Farbübergängen gelegt. Horizontale und vertikale Fugen müssen einheitlich, homogen und gleichmäßig über die gesamte Verkleidungsfläche sein. Insgesamt muss die verkleidete Oberfläche starr sein, ohne Anzeichen von Plattenbewegungen, und darf keine Fugenabplatzungen von mehr als 0,5 mm, Risse oder Flecken aufweisen.

Zulässige Abweichungen für die zu verkleidenden Oberflächen dürfen 10 mm vertikal und 20 mm horizontal über die gesamte Geschosshöhe oder Verkleidungslänge nicht überschreiten. Abweichungen der vertikalen und horizontalen Fugen von der Soll-Position sind nicht zulässig. Bei Feststellung einer Kantenverschiebung benachbarter Platten von mehr als 3 mm bei Platten mit spiegelnder, geschliffener, gerillter oder punktierter Textur müssen solche Platten ersetzt werden. Bei Platten mit geschliffener, gerillter und punktierter Textur, deren Kanten mehr als 3 mm hervorstehen, ist ein Nachschleifen und Nachbearbeiten zulässig. Im Falle einer Kantenverschiebung benachbarter Platten mit spiegelnder Textur im Bereich von 1-3 mm müssen die hervorstehenden Kanten auf einer Breite von 30-40 mm nachgeschliffen und anschließend nachpoliert werden, um die Homogenität der Oberfläche wiederherzustellen.

Kleine Beschädigungen an polierten Granitplatten können mit alkalischer oder karbonylischer Spachtelmasse ausgebessert werden. Für Verkleidungen aus farbigem Marmor werden karbonylische oder Kolophonium-Spachtelmassen verwendet. Die Oberflächentextur der Verkleidungsplatten muss den Projektanforderungen vollständig entsprechen. Nach Abschluss der Verkleidungsarbeiten werden spiegelnde und glatte Oberflächen mit warmem Wasser oder einer 20%igen Salzsäurelösung gewaschen, anschließend gründlich mit Wasser gespült und mit einem trockenen, sauberen Lappen abgewischt. Geschliffene, punktierte und gerillte Oberflächen werden mit einem Sandstrahlgerät gereinigt.

Abb. 1 — Schnitt B-B eines hinterlüfteten Fassadensystems mit einstellbarer Ankerhalterungsverbindung an einer Ziegelwand mit Steinverkleidung und Aluminium-Unterkonstruktion.
Abb. 4 — Schnitt B-B eines hinterlüfteten Fassadensystems mit einstellbarer Ankerhalterungsverbindung an einer Ziegelwand mit Steinverkleidung und Aluminium-Unterkonstruktion.
1Verkleidungsstein: Die äußere dekorative Verkleidungsplatte, typischerweise Naturstein oder ein ähnliches robustes Material, bildet die äußere Schicht des hinterlüfteten Fassadensystems. Sie wird vom Aluminiumprofil (12) getragen.
2Innenfläche der Ziegelwand: Die innere Oberfläche der tragenden Ziegelwand (11), an der das Ankersystem installiert ist.
3Spreizhülse (Dübel): Der spreizende Teil des mechanischen Ankers, typischerweise aus Stahl, der in ein vorgebohrtes Loch in der Ziegelwand (11) eingesetzt wird. Seine Funktion ist es, einen sicheren, reib- oder formschlüssigen Halt im Mauerwerk zu gewährleisten.
4Mutter: Eine Sechskantmutter, typischerweise aus verzinktem Stahl, auf den Ankerbolzen (9) geschraubt. Sie dient dazu, die verstellbare Halterung (8) an der Wand festzuziehen oder ihre Position nach der Einstellung zu fixieren.
5Unterlegscheibe: Eine flache, kreisförmige Unterlegscheibe, typischerweise aus Stahl, die unter die Mutter (4) gelegt wird, um die Klemmkraft gleichmäßig über die Halterung (8) zu verteilen und Beschädigungen oder Einbettungen in das Halterungsmaterial zu verhindern.
6Gewindeende des Ankerbolzens: Der freiliegende Gewindeabschnitt des Ankerbolzens (9), der über die Mutter (4) hinausragt und die Verbindung und Einstellung des Fassadensystems ermöglicht.
7Außenfläche des Verkleidungssteins: Die fertige Außenfläche der Verkleidungsplatte (1), von außen sichtbar.
8Einstellbare Befestigungshalterung: Eine Stahl- oder Aluminium-Halterungskomponente, die die primäre Verbindung zwischen dem Wandanker und der Fassaden-Unterkonstruktion bildet. Sie weist typischerweise Langlöcher für vertikale und horizontale Einstellung auf, um Bautoleranzen und thermische Bewegungen auszugleichen.
9Ankerbolzenschaft (Dübel): Der Gewindeschaft des mechanischen Ankers, typischerweise hochfester Stahl, der durch die einstellbare Halterung (8) verläuft und mit der Spreizhülse (3) innerhalb der Ziegelwand verbunden ist.
10Unterlegscheibe: Eine flache, kreisförmige Unterlegscheibe, typischerweise aus Stahl, die zwischen der einstellbaren Halterung (8) und der Ziegelwand (11) auf dem Ankerbolzen (9) platziert wird, oft zur Distanzierung oder Lastverteilung verwendet.
11Ziegelwand: Die tragende Hauptwand des Gebäudes, aus Ziegeln oder ähnlichen Mauerwerkselementen errichtet, in die die Fassadenanker sicher befestigt sind. Sie dient als primäre Tragstruktur für das hinterlüftete Fassadensystem.
12Aluminiumprofil: Ein tragendes Bauteil, typischerweise ein L-förmiges oder T-förmiges stranggepresstes Aluminiumprofil, das sicher an der einstellbaren Halterung (8) befestigt ist. Dieses Profil bildet einen Teil des Unterkonstruktionssystems, das die Verkleidungssteinplatten (1) direkt trägt und sichert.
5

5. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Zur Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen und des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter auf der Baustelle sind folgende Anforderungen strikt einzuhalten. Alle Mitarbeiter müssen eine Einführungsunterweisung in Arbeitssicherheit erhalten und danach regelmäßig Arbeitsplatzunterweisungen durchlaufen. Arbeiter, die elektrische Geräte und elektrisch betriebene Werkzeuge verwenden, sind verpflichtet, eine Schulung über die Regeln der Elektrosicherheit und die Erste Hilfe bei Stromunfällen zu absolvieren. Arbeitsplätze, Durchgänge und Zufahrten müssen normgerecht beleuchtet und sauber gehalten werden, ohne übermäßige Materialien, insbesondere Bretter und Platten mit hervorstehenden Nägeln, zu verstellen. Werkzeuge müssen in einwandfreiem Zustand gehalten werden.

Die Verkleider müssen mit geeigneter Arbeitskleidung ausgestattet sein, einschließlich Overalls, Handschuhen, Gummischuhen und Gummihandschuhen (bei Arbeiten mit elektrisch betriebenen Werkzeugen), Schutzbrillen und einem Helm mit Zwangszufuhr von Frischluft (bei Arbeiten mit einem Sandstrahlgerät). An den Arbeitsplätzen sind Warnhinweise und Plakate anzubringen, die über potenzielle Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen informieren.

Gerüste und Arbeitsbühnen bis zu einer Höhe von 4 Metern müssen vom Bauleiter abgenommen werden. Objekte mit einer Höhe von mehr als 4 Metern unterliegen der Abnahme durch eine spezielle Kommission, die durch Anordnung des Bau- und Montageunternehmens ernannt wird, und das Abnahmeprotokoll der Gerüste wird vom Hauptingenieur vor Beginn jeglicher Arbeiten genehmigt. Der Spalt zwischen der Gebäudewand und dem Arbeitsbelag der inneren Inventargerüste (Arbeitsbühnen) darf 150 mm nicht überschreiten und ist zwingend zu schließen. Das Betreten und Verlassen der Gerüste ist den Arbeitern nur über Leitern gestattet, die in einem Winkel von 60 Grad aufgestellt und am oberen Ende sicher an den Gerüstquerriegeln befestigt sind. Öffnungen in den Gerüstbelägen für den Zugang von Leitern müssen dreiseitig umwehrt sein. An Gerüsten und Arbeitsbühnen müssen Plakate mit Plänen zur Lastenverteilung und Angaben zu den zulässigen Lasten angebracht sein. Das Heben von Materialien auf Gerüste und Arbeitsbühnen ist mit Hebezeugen durchzuführen. Beim Transport, Be- und Entladen sowie Lagern müssen die Verkleidungselemente angeschlagen, gesichert und so gelagert werden, dass eine selbstständige Verschiebung ausgeschlossen ist. Vor dem Anschlagen und Heben von Lasten ist die Funktionsfähigkeit aller Hebevorrichtungen (Greifer, Seile, Schlaufen, Haken) sorgfältig zu überprüfen. Die Arbeiter auf der Baustelle müssen mit ausgestatteten Sozialräumen, Duschen, Essräumen, einer Erste-Hilfe-Ausrüstung und abgekochtem Trinkwasser versorgt sein.

6

6. Empfohlene Ausstattung und Werkzeuge

Für die effiziente und sichere Ausführung von Arbeiten zur mörtellosen Verkleidung von Oberflächen mit Naturstein wird für das Team folgende Liste von Werkzeugen und Inventar empfohlen: Senklot zum Abstecken der zu verkleidenden Oberfläche, Richtschnur (Hanf-, Kapron- oder dünner Stahldraht) zur Überprüfung der Ebenheit der Verkleidungsfläche, der Fugenlinie und zur Fixierung der Position der Befestigungslöcher. Eine Schlauchwaage ist zur Ausrichtung horizontaler und vertikaler Oberflächen erforderlich, und ein Stahlwinkel zur Überprüfung der Rechtwinkligkeit angrenzender Kanten.

Zur Kontrolle der Ebenheit der Steinoberfläche wird ein Stahl- oder Holzlineal von 1-1,75 m Länge verwendet. Die Korrektheit der Position der horizontalen Fugen wird mit einer Richtschnur mithilfe der Schirkow-Setzlatte kontrolliert. Eine Kontrollschablone aus verzinktem Stahl oder Blech wird zur Überprüfung der Ausführungsgenauigkeit des Profilelements eingesetzt. Die Messung der linearen Abmessungen der Elemente und die Bestimmung der Fugenpositionen erfolgt mit einem Stahlmeter von 1,0-2,0 m Länge oder einem Rollbandmaß.

Die mechanisierte Ausrüstung umfasst eine Schlagbohrmaschine (Bohrhammer) mit einem Bohrdurchmesser von bis zu 20 mm für Löcher in Stein und eine elektrische Säbelsäge (oder Trennsäge) zum Anpassen des Aluminiumprofils in der Länge. Arbeitsbühnen oder Gerüste werden je nach Höhe und Umfang der Arbeiten nach Bedarf eingesetzt.

Tipps & Empfehlungen
i
**Ganzjährige Arbeiten:** Das mörtellose Verfahren ermöglicht die Verkleidung das ganze Jahr über, auch in der kalten Jahreszeit, ohne die Notwendigkeit einer thermischen Hülle oder Raumbeheizung, was erheblich Ressourcen und Zeit spart.
!
**Kritische Bedeutung der Ankerqualität:** Verwenden Sie ausschließlich Ankerbolzen (Dübel) mit zuverlässigem Korrosionsschutz, um die Langlebigkeit der Befestigung zu gewährleisten und eine Zerstörung der Konstruktion unter zyklischer Feuchtigkeit oder in korrosiven Umgebungen zu verhindern.
i
**Sorgfältige Plattensortierung:** Führen Sie vor Beginn der Montage eine gründliche Sortierung aller Platten nach Farbton, Maserung und Struktur durch. Dies gewährleistet eine maximale Homogenität der Verkleidung und sanfte Farbübergänge, die den hohen ästhetischen Anforderungen des Projekts entsprechen.
!
**Abweichungskontrolle:** Überprüfen Sie regelmäßig die Vertikalität und Horizontalität der zu verkleidenden Oberfläche sowie die Genauigkeit der Fugenpositionierung. Abweichungen, die 3 mm für die Kanten benachbarter Platten (bei spiegelnden Texturen) oder 0,5 mm für Fugenabplatzungen überschreiten, sind unzulässig und erfordern eine sofortige Korrektur oder den Austausch der Platten.
i
**Reinigung nach der Montage:** Für polierte und satinierte Oberflächen verwenden Sie eine 20%ige Salzsäurelösung mit anschließendem reichlichem Spülen mit Wasser und Trocknen. Für geschliffene und strukturierte Oberflächen (punktiert, gerillt) ist der Einsatz eines Sandstrahlgeräts effektiv, was nach der Montage ein ideales Erscheinungsbild gewährleistet.