Technologische Arbeitsanweisung: Bewehrung eines Ringfundaments für einen Behälter
Materialien
- Flache Bewehrungsmatten: gemäß Projektspezifikation, Stahlgüte nach anwendbaren internationalen Standards (z. B. EN 10080 oder ASTM A615).
- Betonabstandhalter: aus Beton der Klasse mindestens C12/15 (M150), die die geplante Dicke der Betondeckung gewährleisten.
- Rollenabdichtungsmaterial: auf Bitumenbasis, zur Herstellung einer zweilagigen Untergrundabdichtung.
- Bitumenkitt: zum Verkleben des Rollenabdichtungsmaterials und zur Erstellung einer dichten Schicht.
- Schutzhandschuhe: für Arbeiter bei manueller Arbeit mit Bewehrung.
Ausrüstung
- LKW: zum Transport von Bewehrungsmatten und anderen Materialien zur Baustelle.
- Stahlmontagehebel: für Hilfsarbeiten beim Verschieben und Positionieren.
- Eimer: für Kleinmaterialien oder Abfälle.
- Stahlbandmaß: zur Durchführung von Messarbeiten und Größenkontrolle.
- Lot: zur vertikalen Ausrichtung von Konstruktionen.
- Persönliche Schutzausrüstung: Helme, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe.
1. Allgemeine Bestimmungen und Anwendungsbereich
Diese technologische Arbeitsanweisung umfasst den gesamten Arbeitszyklus für die Bewehrung eines Ringfundaments eines zylindrischen Fertigteil-Stahlbetonbehälters zur Lagerung von Erdöl mit einer Auslegungskapazität von 10.000 m³. Die dargestellten Methoden und Verfahren entsprechen den allgemeinen Grundsätzen der Standardplanung und sind für eine Vielzahl von Bauprojekten anwendbar.
Die Arbeitsanweisung dient als Grundlage für die Entwicklung detaillierter Ausführungsplanungen (PPR) auf Baustellen sowie als praktischer Leitfaden für das Führungspersonal auf Baustellen – Ingenieure, Bauleiter und Vorarbeiter. Ihre Anwendung trägt zur Standardisierung von Prozessen, zur Optimierung der Arbeitsressourcen und zur Gewährleistung einer hohen Qualität der ausgeführten Arbeiten bei.
Bei der Anpassung dieser Arbeitsanweisung an die spezifischen Bedingungen der Baustelle müssen die Arbeitsumfänge, die Liste der verwendeten mechanischen Hilfsmittel und der Bedarf an Materialressourcen präzisiert werden. Dabei müssen die in der Arbeitsanweisung beschriebenen grundlegenden technologischen Arbeitsmethoden beibehalten oder verbessert werden, um die Effizienz und Sicherheit des Prozesses zu erhöhen. Die Bewehrungsarbeiten für das gesamte Ringfundamentvolumen werden von einem Bewehrungsteam von 4 Personen innerhalb eines geschätzten Zeitraums von 0,3 Tagen ausgeführt.
2. Technisch-wirtschaftliche Kennzahlen
Die nachstehenden technisch-wirtschaftlichen Kennzahlen spiegeln die berechnete Effizienz und den Arbeitsaufwand wider für den gesamten Umfang der Bewehrungsarbeiten am Ringfundament dieses Behältertyps. Diese Daten können verwendet werden für die Ressourcenplanung, die Erstellung von Arbeitsplänen und die vorläufige Kostenschätzung des Projekts.
Der gesamte Arbeitsaufwand für die Ausführung aller Arbeiten beträgt 1,26 Personentage. Umgerechnet auf die Masseneinheit der Bewehrung beträgt der Arbeitsaufwand pro 1 Tonne Bewehrung 1,632 Personentage. Dies ermöglicht die Bewertung der Teameffizienz und die Planung der Produktivität.
Die durchschnittliche Leistung eines Arbeiters pro Schicht wird auf 0,61 Tonnen Bewehrung prognostiziert. Die gesamte Dauer der Bewehrungsarbeiten am Ringfundament, basierend auf diesen Kennzahlen und der Teamzusammensetzung, beträgt 0,3 Tage.
3. Vorbereitende Arbeiten und Material- und Logistikversorgung
Vor Beginn der eigentlichen Bewehrungsarbeiten am Ringfundament ist ein Komplex von Vorbereitungsmaßnahmen durchzuführen, die die Kontinuität und Sicherheit des Prozesses gewährleisten. Ein entscheidender Schritt ist der Abschluss der Abdichtungsschicht. Diese Schicht, bestehend aus zwei Lagen Rollenabdichtungsmaterial auf Bitumenkitt, muss vollständig verlegt und auf Dichtigkeit geprüft werden.
Parallel dazu erfolgt die Vorbereitung des Arbeitsbereichs: Installation von Inventar, Hilfsmitteln und Arbeitssicherheitsausrüstung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Einrichtung eines Lagerplatzes für Bewehrungsmatten, der eben, frei von Fremdkörpern und für Zufahrtsfahrzeuge leicht zugänglich sein muss. Alle benötigten Materialien und Bauteile, einschließlich Bewehrungsmatten, Betonabstandhaltern, Abdichtungsmaterialien und Bitumenkitt, müssen auf die Baustelle geliefert und gemäß den Lageranforderungen gelagert werden.
Die Anordnung von Inventar, Hilfsmitteln und kleineren mechanischen Geräten im Arbeitsbereich muss optimal sein, um einen schnellen Zugang zu gewährleisten und die Bewegungen der Arbeiter zu minimieren. Eine ungefähre Anordnung sieht Stapel von Bewehrungsmatten entlang des Fundamentumfangs, Kisten mit Betonabstandhaltern und Rollen des Abdichtungsmaterials vor. Für diesen Fundamenttyp werden 6 Stapel flacher Bewehrungsmatten benötigt, jeweils 10 Stück, die entlang des Umfangs platziert werden, um die Transportdistanz (bis zu 10 m) zu minimieren.
- Abschluss der Untergrundabdichtung: Verlegen von zwei Schichten Rollenabdichtungsmaterial auf Bitumenkitt.
- Vorbereitung und Installation des gesamten erforderlichen Inventars, der Hilfsmittel und Sicherheitseinrichtungen im Arbeitsbereich des Teams.
- Vorbereitung und Reinigung des Lagerplatzes für Bewehrungsmatten, um dessen Zugänglichkeit für die Entladung zu gewährleisten.
- Empfang und Lieferung aller für die Bewehrungsarbeiten erforderlichen Materialien und Bauteile (Bewehrungsmatten, Betonabstandhalter, Abdichtungsmaterialien, Bitumenkitt) auf die Baustelle.
4. Technologie der Bewehrungsmattenverlegung
Die Verlegung von flachen Bewehrungsmatten für das Ringfundament erfolgt manuell, was eine koordinierte Teamarbeit und die Einhaltung einer klaren Abfolge der Arbeitsgänge erfordert. Die per LKW gelieferten flachen Bewehrungsmatten werden von einem Bewehrungsteam entladen und in Stapeln (je 10 Matten) entlang des Fundamentumfangs gelagert, wie in Abschnitt 3 beschrieben, um eine minimale Transportdistanz zum Verlegeort zu gewährleisten. Jede Matte wiegt etwa 13,2 kg.
Der Verlegeprozess beginnt mit der Vorbereitung des Untergrunds. Der Bewehrungsmonteur platziert Betonabstandhalter auf der Sauberkeitsschicht des Ringfundaments. Diese Abstandhalter sind entscheidend für die Bildung der erforderlichen Dicke der Betondeckung, um die korrekte planmäßige Lage der Bewehrung und ihren Schutz vor Korrosion zu gewährleisten. Die Verwendung der Abstandhalter muss den Projektanforderungen entsprechen, normalerweise eine Betondeckung von mindestens 30-40 mm für Fundamente sicherstellend.
Danach tragen die Bewehrungsmonteure manuell, unter Verwendung von Schutzhandschuhen, die Bewehrungsmatten von den Stapeln zum Verlegeort und platzieren sie sorgfältig auf den vorbereiteten Betonabstandhaltern. Beim Verlegen der Matten stellen die Bewehrungsbauer eine präzise Positionierung und Überlappung der Mattenstäbe sicher. Die Ausrichtung der Matten erfolgt gemäß den geplanten Höhen und Achsen, unter Berücksichtigung zulässiger Abweichungen. Nachfolgende Matten werden analog verlegt, wodurch ein kontinuierlicher Bewehrungsgurt des Fundaments gebildet wird.
- Entladen der flachen Bewehrungsmatten vom LKW und deren Stapelung in sechs Stapeln (je 10 Matten) entlang des Behälterumfangs, wobei eine minimale Transportdistanz (bis zu 10 m) gewährleistet wird.
- Untergrundvorbereitung: Der Bewehrungsmonteur (A2) transportiert und platziert Betonabstandhalter auf der Sauberkeitsschicht des Ringfundaments, um die Betondeckung zu bilden.
- Transport der Bewehrungsmatten: Die Bewehrungsmonteure (A3 und A4) gehen zu einem Stapel, nehmen eine Bewehrungsmatte (Gewicht 13,2 kg) manuell (mit Schutzhandschuhen) an den Kanten und transportieren sie zum Verlegeort.
- Verlegen der Bewehrungsmatten: Die Bewehrungsbauer (A3 und A4) verlegen die Matte sorgfältig auf den vorbereiteten Betonabstandhaltern und platzieren diese unter den Stabstößen der Matte.
- Ausrichtung der Matten: Die Bewehrungsbauer (A1 und A2) führen abwechselnd oder gemeinsam die Verlegung und Ausrichtung der Matten gemäß den geplanten Achsen und Höhen durch, um die Präzision der Montage zu gewährleisten.
5. Arbeitsorganisation und Personalbestand
Die Bewehrungsarbeiten am Ringfundament werden von einem spezialisierten Team von Bewehrungsbauern durchgeführt. Jedes Montageteam besteht aus vier Personen, was eine effiziente Aufgabenverteilung und Optimierung der Arbeitsabläufe ermöglicht. Eine solche Arbeitsorganisation gewährleistet eine hohe Produktivität und minimiert die Bearbeitungszeit.
Die Teamzusammensetzung nach Berufen und Qualifikationsstufen umfasst: einen Bewehrungsmonteur der 4. Qualifikationsstufe (Teamleiter, A1) und drei Bewehrungsmonteure der 2. Qualifikationsstufe (A2, A3, A4). Der Teamleiter (A1) ist verantwortlich für die Gesamtkoordination der Arbeiten, die Qualitätskontrolle und die Ausrichtung der Matten. Die Bewehrungsbauer (A2, A3, A4) führen die Hauptaufgaben des Entladens, Transports, der Verteilung der Abstandhalter und des Verlegens der Matten aus.
Die Aufgabenverteilung ist wie folgt: Die Bewehrungsmonteure A2, A3, A4 beteiligen sich aktiv am Entladen der Bewehrungsmatten vom Transportfahrzeug und deren Stapelung. A2 ist auch für die Installation der Betonabstandhalter zuständig, während A3 und A4 für den Transport und die Montage der Matten verantwortlich sind. Alle Teammitglieder wirken an der Ausrichtung der montierten Matten mit, um die Übereinstimmung mit den Projektanforderungen zu gewährleisten. Der gesamte Arbeitsaufwand für das Entladen der Matten und deren Stapelung beträgt 0,276 Personenstunden, und für die manuelle Installation von Bewehrungsmatten mit einem Gewicht von bis zu 20 kg – 5,046 Personenstunden für den gesamten Arbeitsumfang, was zu einem Gesamtarbeitsaufwand von 10,34 Personenstunden für den gesamten Bewehrungszyklus führt.
6. Qualitätskontrolle und Sicherheitsanforderungen
Die Qualitätskontrolle der Bewehrungsmattenmontage ist ein entscheidender Schritt zur Gewährleistung der Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der gesamten Konstruktion. Die Qualität wird durch die strikte Einhaltung von Toleranzen und Abweichungen von der planmäßigen Position bestimmt, die in den anwendbaren Baunormen und internationalen Standards (z. B. ISO 19686 für die Ausführung von Betonkonstruktionen) festgelegt sind. Besonderes Augenmerk wird auf die Dicke der Betondeckung, die Genauigkeit der Geometrie des Bewehrungsgerüsts und die Zuverlässigkeit der Verbindungen gelegt.
Es ist eine ständige Überwachung folgender Parameter erforderlich: Lage der Bewehrungsmatten relativ zu den Achsen und Höhen des Fundaments, Einhaltung der geplanten Dicke der Betondeckung durch die korrekte Verwendung von Betonabstandhaltern, Fehlen von Bewehrungsverformungen, korrekte Überlappungen und Befestigungen. Alle festgestellten Abweichungen von der Projektdokumentation müssen unverzüglich vor Beginn des Betonierens behoben werden.
Bei der Durchführung von Montagearbeiten müssen die Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften strengstens eingehalten werden. Dies umfasst die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung (Helme, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe), die Sicherstellung sicherer Durchgänge und Arbeitsplätze sowie die Absperrung gefährlicher Bereiche. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Regeln für das manuelle Heben und Tragen von Lasten gewidmet werden. Die Arbeiten sollten unter Bedingungen durchgeführt werden, die das Herabfallen von Gegenständen aus der Höhe ausschließen und die Stabilität aller Konstruktionen gewährleisten. Die Durchführung von Arbeiten ist bei ungünstigen Wetterbedingungen nicht zulässig, wie starkem Wind, Schneefall, Glatteis oder Starkregen, die die Sicherheit und Qualität der Montage beeinträchtigen könnten.
- Überprüfung der fertiggestellten Abdichtungsschicht auf Unversehrtheit und Dichtigkeit.
- Visuelle Inspektion des Bewehrungslagerplatzes: Ebenheit, Sauberkeit, Zugänglichkeit.
- Kontrolle der Menge und Qualität der gelieferten Bewehrungsmatten und Betonabstandhalter auf Übereinstimmung mit den Projektspezifikationen.
- Ausrichtung der Betonabstandhalter auf dem Fundamentgrund: Übereinstimmung mit der Dicke der Betondeckung (z. B. 30-40 mm).
- Überprüfung der korrekten Verlegung der Bewehrungsmatten: Übereinstimmung mit den Projektachsen, Höhen, Geometrie und Abmessungen; Kontrolle der zulässigen Abweichungen von der planmäßigen Position, die für Bewehrungsstäbe ±10 mm in den Achsen und ±5 mm in der Höhe und für Bewehrungskörbe und -matten innerhalb des Fundaments ±15 mm nicht überschreiten dürfen.
- Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes: Vorhandensein von Absperrungen, Fehlen von Fremdkörpern, ausreichende Beleuchtung, Verwendung persönlicher Schutzausrüstung.